Aktien im Aufwind:

Atoss Software (+8 %): hebt die operative Marge für 2026 von 32 % auf 34 % an, nachdem das Ergebnis im 1. Quartal um 17 % auf 18,2 Mio. EUR gestiegen ist. Der deutsche Spezialist für HR-Software übertrifft damit die Analystenerwartungen, die bereits über der ursprünglichen Prognose lagen.

SAP (+6 %): räumt Zweifel am KI-Potenzial aus dem Weg, gestützt durch einen stark wachsenden Cloud-Auftragsbestand (+25 %) und einen Anstieg des operativen Ergebnisses um 24 %. Die interne Produktivität steigt dank Künstlicher Intelligenz um 30 %. Der Softwarekonzern bestätigt seine Ziele für 2026 trotz geopolitischer Spannungen.

Inficon (+6 %): hebt seine Prognose für 2026 an (Umsatz und EBIT-Marge nach oben revidiert), nachdem das 1. Quartal mit einem Wachstum von 14 % die Erwartungen übertroffen hat. Der Schweizer Hersteller setzt auf den boomenden Halbleitermarkt und ein Book-to-Bill-Verhältnis deutlich über 1, trotz eines rückläufigen Nettogewinns.

Clariane (+5 %): bleibt auf Kurs mit einem organischen Wachstum von 4,9 % im 1. Quartal und einer steigenden Auslastung der Pflegeheime auf 91,7 %. Die Refinanzierung wurde durch eine Anleihe über 500 Mio. EUR gesichert, die deutlich überzeichnet war. Die mittelfristigen Ziele werden bestätigt.

Spie (+4 %): bestätigt die Jahresziele trotz eines organischen Umsatzrückgangs von -0,9 % im 1. Quartal. Ungünstige Wetterbedingungen in Deutschland und Mitteleuropa belasteten die Geschäftsentwicklung. Der Anbieter multitechnischer Dienstleistungen setzt auf eine schrittweise Erholung im Jahresverlauf.

Aktien unter Druck:

Electrolux (-25 %): der schwedische Konzern bricht ein, nachdem im 1. Quartal ein operativer Verlust von 266 Mio. SEK gemeldet wurde, während der Markt einen Gewinn von 781 Mio. SEK erwartet hatte. Hauptbelastungsfaktor ist ein deutlicher Rückgang der Absatzvolumina in Nordamerika.

Indutrade (-7 %): der Technologiekonzern meldet ein EBITDA von 1.070 Mio. SEK für das 1. Quartal und bleibt damit unter den Konsensschätzungen von 1.134 Mio. SEK.

Mondi PLC (-6 %): leidet unter einem Rückgang des EBITDA um 27 % im 1. Quartal. Der Verpackungsspezialist wird durch sinkende Verkaufspreise und steigende Logistikkosten im Zuge des Nahostkonflikts belastet.

Safran (-3 %): die Aktie des französischen Konzerns gibt nach einer Studie von BNP Paribas nach, die ihre Einstufung „Neutral“ bestätigt, jedoch das Kursziel von 330 EUR auf 320 EUR senkt.

Capgemini (-2 %): der IT-Dienstleister wird von UBS von „Kaufen“ auf „Neutral“ herabgestuft, begleitet von einer deutlichen Senkung des Kursziels von 150 EUR auf 110 EUR.