In einer Erklärung vom Samstag gab die Gewerkschaft bekannt, dass Samsung Electronics seinen Verhandlungsführer ausgetauscht habe. Zudem sei für den späteren Samstagnachmittag ein separates Treffen beider Parteien anberaumt worden.
Zu den Inhalten des Samstags-Termins machte die Gewerkschaft keine näheren Angaben. Samsung Electronics lehnte eine Stellungnahme zu beiden Treffen ab.
Die Ankündigung erfolgte kurz nachdem sich der Chairman von Samsung Electronics, Jay Y. Lee, in seinen ersten öffentlichen Äußerungen zu dem Arbeitskampf bei Kunden und der Öffentlichkeit entschuldigt hatte.
'Ich entschuldige mich aufrichtig bei unseren Kunden weltweit für die Unruhe und Besorgnis, die durch interne Angelegenheiten unseres Unternehmens entstanden sind', sagte Lee. Er fügte hinzu, dass er sich auch vor der Öffentlichkeit 'in tiefer Entschuldigung verneige'.
Der Gewerkschaftsführer erklärte, der neue Verhandlungsführer des Unternehmens habe sich für den Vertrauensbruch entschuldigt und eine ernsthafte Verhandlungsführung zugesagt. Er selbst habe seine Frustration zum Ausdruck gebracht, werde jedoch alle Anstrengungen unternehmen, sofern sich die Gespräche am Montag als konstruktiv erweisen.
Nachdem die Lohnrunden in dieser Woche gescheitert waren, kam der Arbeitsminister am Samstag mit dem Management von Samsung Electronics zusammen und forderte das Unternehmen auf, eine aktive Rolle bei der Beilegung des Konflikts durch Dialog einzunehmen.
Vertreter der südkoreanischen Regierung, darunter der Premierminister und der Finanzminister, hatten zuvor gemahnt, dass ein Streik bei Samsung um jeden Preis vermieden werden müsse. Sie warnten vor erheblichen Risiken für das Wirtschaftswachstum, die Exporte und die Finanzmärkte.
Das Scheitern der staatlich vermittelten Gespräche hatte die Sorgen vor einem Arbeitskampf beim weltweit größten Hersteller von Speicherchips verschärft, zu dessen Kunden Schwergewichte wie Nvidia, AMD und Google zählen.
Noch am Freitag hatte die Gewerkschaft betont, an dem für nächste Woche geplanten Streik festzuhalten, selbst nachdem das Unternehmen die bedingungslose Wiederaufnahme der Gespräche vorgeschlagen hatte.



















