Safran hebt ab, TF1 verliert Sendezeit und L'Oréal schminkt sich ab
Safran steigt getragen von einem deutlich gestiegenen Gewinn, Eutelsat profitiert von einem soliden Auftragsbestand und Capgemini weist positive Ergebnisse aus. Während TF1 mit einem stark eingebrochenen Umsatz abstürzt, enttäuscht L'Oréal in Asien und Delivery Hero bricht unter der Last seiner Nahost-Tochter ein.
Veröffentlicht am 13.02.2026 um 11:06
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Koninklijke Heijmans N.V. (+13%) schießt nach oben nach der Ankündigung verbesserter Ergebnisse. Der Jahresumsatz 2025 liegt bei 2,8 Mrd.€ gegenüber 2,6 Mrd.€ im Vorjahr. Das Unternehmen profitierte von einem gestiegenen Jahresauftragsbestand von 3,7 Mrd.€. Der Umsatz für 2026 wird auf etwa 3,1 Mrd.€ geschätzt.
Eutelsat Communications (+7%) legt zu mit einem Auftragsbestand von 3,4 Mrd.€. Unterstützt von Frankreich verzeichnet das Unternehmen steigende Einnahmen. Der Umsatz im ersten Halbjahr belief sich auf 592 Mio.€ und übertraf damit die Analystenschätzungen von 581 Mio.€.
Kalmar Oyj (+7%) gewinnt nach einem großen Auftragseingang. Das Unternehmen erhielt einen Großauftrag für Hybrid-Reifenportalkrane. Die Ergebnisse steigen mit einem Umsatz von 487 Mio.€, was einem Zuwachs von 10,7% entspricht. Kalmar erwartet eine operative Marge von über 12,5% im Jahr 2026.
Safran (+6%) atmet auf nach deutlich verbesserten Ergebnissen. Der Gewinn je Aktie steigt auf 17,17 € gegenüber einem Verlust von 1,60 € im Vorjahr. Auch der Umsatz stieg auf 31,19 Mrd.€ gegenüber 27,72 Mrd.€ im Vorjahr. Jefferies bleibt auf "Kaufen" mit einem Kursziel von 360 €.
Capgemini (+4%) steigt nach positiven Ergebnissen. Das Unternehmen erzielte einen Umsatz von 22,46 Mrd.€, ein Plus von 1,7%. Der Auftragsbestand steigt 2025 auf 24,36 Mrd.€. Eine Dividende von 3,40 € pro Aktie wird vorgeschlagen. Der IT-Dienstleister erwartet eine operative Marge von 13,6% bis 13,8% für 2026.
Dios AB (+4%) gewinnt an Boden dank eines um 5,8% gestiegenen operativen Ergebnisses auf 438 Mio. SEK gegenüber 414 Mio. SEK im Vorjahr. Eine ordentliche Dividende von 2,40 Kronen je Aktie wird vorgeschlagen. Das Unternehmen startet ein Aktienrückkaufprogramm von bis zu 200 Mio. SEK zur Optimierung der Kapitalstruktur.
Harvia Oyj (+5%) springt nach einer Hochstufung der Empfehlung von Inderes von "Reduzieren" auf "Kaufen". Das Kursziel wurde auf 44 € angehoben, zuvor lag es bei 43 €. Nordea senkt das Kursziel auf 47 €, bleibt aber bei der Kaufempfehlung.
Aktien im Sinkflug:
Elkem ASA (-9%) stürzt ab nach der Ankündigung einer Vereinbarung zum Verkauf der Mehrheitssparte Silikone an Bluestar. Die Transaktion ist mit knapp 1 Mrd. USD bewertet und bedarf der Zustimmung der Aktionäre auf der Hauptversammlung am 9. März. Sollte der Verkauf erfolgen, erhält Elkem keine Barzahlung und Bluestar wird nicht länger Aktionär sein.
Delivery Hero (-8%) bricht ein wegen anhaltender Sorgen um Internetwerte. Das Unternehmen litt unter schlechten Nachrichten von seiner Nahost-Tochter Talabat. Die Prognosen für das operative Ergebnis liegen unter dem Analystenkonsens.
TF1 (-7%) stürzt ab nach als enttäuschend bewerteten Jahresergebnissen. Der Umsatz des Konzerns fiel von 206 Mio.€ im Jahr 2024 auf 153 Mio.€. Der Konzern erklärt, einem instabilen Umfeld gegenübergestanden zu haben. Erwähnenswert: TF1 entwickelt sich dennoch besser als der insgesamt bereits rückläufige TV-Markt.
L'Oréal (-5%) verliert nach schwachen Ergebnissen im vierten Quartal an Boden. Die Quartalsumsätze stiegen um 6% auf 11,25 Mrd.€. Analysten hatten mit einem Plus von 6,3% gerechnet. In Nordasien stiegen die Umsätze nur um 0,6% statt der erwarteten 5,6%.
Tomra Systems ASA (-6%) fällt mit einem Umsatz unter Analystenkonsens auf 382 Mio.€ statt der erwarteten 391 Mio.€. Der Recyclingriese verzeichnet einen Auftragsbestand von 61 Mio.€, ein Rückgang um 20%. Der Gewinn je Aktie sinkt auf 0,15 gegenüber 0,17 im Vorjahr.
Norwegian Air Shuttle ASA (-3%) gibt nach, obwohl der Umsatz um 3,5% auf 8.522 Mio. SEK stieg (erwartet: 8.438 Mio. SEK). Das EBITDAR lag mit 1.230 Mio. SEK deutlich unter dem Konsens von 1.414 Mio. SEK. Eine ordentliche Dividende von 0,80 SEK je Aktie wird vorgeschlagen.
Aéroports de Paris (-3%) verliert nach einer zweiten Ablehnung der französischen Regulierungsbehörde zur Genehmigung der Flughafengebühren. Die seit dem 1. April 2025 geltenden Tarife bleiben weiterhin in Kraft.



















