Die spanischen Institute Sabadell und Bankinter planen den Beitritt zu einer Gruppe europäischer Banken, die eine Gesellschaft zur Emission von Stablecoins gegründet haben. Diese an den Euro gekoppelten Kryptowährungen sollen in der zweiten Jahreshälfte 2026 eingeführt werden, wie die spanische Tageszeitung Expansión am Dienstag berichtete.

Nicht börsennotierte spanische Institute wie Abanca, Kutxabank und Cecabank werden sich dem Konsortium Qivalis demnach ebenfalls anschließen. Laut dem Bericht wird eine offizielle Bekanntgabe in den kommenden Wochen erwartet, sobald das Konsortium weitere Beitritte finalisiert hat.

Die Kreditinstitute waren für eine unmittelbare Stellungnahme nicht erreichbar.

Stablecoins -- eine Art von Kryptowährung, die darauf ausgelegt ist, einen stabilen Wert beizubehalten und durch traditionelle Währungen gedeckt ist -- haben in den letzten Jahren ein starkes Wachstum verzeichnet.

Der Allianz gehören bereits rund ein Dutzend Institutionen an, darunter ING, UniCredit, BNP, Caixabank und BBVA.

Das Konsortium wird als Initiative gewertet, um der US-Dominanz im digitalen Zahlungsverkehr entgegenzuwirken.

Die Banken sehen sich mit dem rasanten Wachstum des Stablecoin-Sektors und dem allgemeinen Aufschwung von Kryptowährungen konfrontiert, die von einigen als direkte Konkurrenz betrachtet werden.

Dieses Wachstum hat die traditionellen Kreditinstitute unter Druck gesetzt, Anwendungsmöglichkeiten für die Blockchain-Technologie innerhalb ihrer eigenen Geschäftsfelder zu finden.

(Bericht von Jesús Aguado; Redaktion von Mark Potter; spanische Fassung von Patrycja Dobrowolska)