Höhere Ölproduktion und -preise, eine deutliche Ausweitung der inländischen Raffineriekapazitäten sowie die Entscheidung aus dem Jahr 2023, den Wechselkurs zu liberalisieren, kurbeln das Wirtschaftswachstum und die Leistungsbilanz Nigerias an, so die Agentur. Gleichzeitig wurde der Ausblick für das Land von 'positiv' auf 'stabil' revidiert.
Die Weltbank erklärte im April, sie erwarte für Nigerias Wirtschaft trotz des Iran-Krieges ein Wachstum von rund 4.2% im Jahr 2026. Sie forderte die Behörden auf, Mehreinnahmen aus höheren Ölpreisen zu sparen, eine straffe Geldpolitik beizubehalten und breit angelegte Subventionen zu vermeiden, um die Inflation einzudämmen.
Afrikas bevölkerungsreichste Nation hatte vor dem US-israelischen Krieg mit dem Iran Fortschritte bei der Bändigung des Preisdrucks erzielt, wobei sich die Inflation elf Monate in Folge abschwächte, bevor sie im März wieder leicht anstieg. Der Konflikt trieb jedoch die Treibstoffkosten in die Höhe, was sich auf die Lebensmittelpreise auswirkte.
Nigerias Gesamtverbraucherinflation stieg im April den zweiten Monat in Folge an.
S&P betonte, dass Nigeria als bedeutender Nettoexporteur von Rohöl und aufstrebender Produzent von raffinierten Kraftstoffen den Auswirkungen des Nahost-Konflikts weniger stark ausgesetzt sei als die meisten regionalen Wettbewerber.
'Wir erwarten, dass das reale BIP pro Kopf in Nigeria bis 2029 um durchschnittlich 1.4% pro Jahr steigen wird, was eine deutliche Verbesserung gegenüber dem durchschnittlichen jährlichen Rückgang von 1% im letzten Jahrzehnt darstellt', hieß es.
Die Ratingentscheidung von S&P folgt auf Fitch und Moody's, die das nigerianische Staatsrating im vergangenen Jahr ebenfalls angehoben hatten und dies mit Verbesserungen der externen und fiskalischen Position begründeten.




















