RWE, Deutschlands großter Stromproduzent, würde sich gerne von seiner Beteiligung am Urananreicherungsunternehmen Urenco trennen, wie Finanzvorstand Michael Müller am Mittwoch erklärte. Er betonte jedoch, dass ein Verkauf schwierig umzusetzen sei.

Gemeinsam mit E.ON hält RWE ein Drittel der Anteile an Urenco stellvertretend für die deutsche Bundesregierung. Die weiteren Drittel werden von Großbritannien und den Niederlanden gehalten. Diese breite Aktionärsstruktur erschwert einen Ausstieg erheblich.

"Der Wert von Urenco ist in letzter Zeit eindeutig gestiegen, da die Nachfrage nach angereichertem Material zunimmt und damit auch die Preise steigen", sagte Müller nach der Präsentation der Neunmonatsergebnisse gegenüber Investoren.

"Die Komplexität besteht darin, dass es vertragliche Regelungen rund um diese Beteiligung gibt, sodass es nicht so einfach ist, sie einfach zu verkaufen", fügte er hinzu. RWE wäre jedoch "glücklich zu verkaufen", sollte ein angemessenes Angebot unterbreitet werden.

"Sollte uns ein Verkauf nicht moglich sein, steigt der Wert des Vermogens natürlich dennoch, denn mit hoheren Einnahmen wachsen über die Zeit auch die Dividenden, was wiederum zu unserem Ergebnis und unserer Liquiditätslage beiträgt", so Müller.