Berlin, 28. Jan (Reuters) - Der Energiekonzern RWE hat eine rasche Klärung der Details für die Umsetzung der Kraftwerksstrategie gefordert.
Es wäre eine große Enttäuschung, wenn die Bedingungen nicht bis zum Herbst dieses Jahres geklärt wären, sagte Vorstandschef Markus Krebber am Mittwoch am Rande des "Handelsblatt Energie-Gipfels 2026" in Berlin. Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche hatte am Dienstag angekündigt, in diesem Jahr zwei bis drei Ausschreibungsrunden für Kraftwerksleistungen voranzutreiben.
Wichtige Details wie etwa die Vergütung der Kraftwerksbetreiber sind noch offen. Die Kraftwerke sollen einspringen, wenn die erneuerbaren Energien wie Wind und Sonne den Strombedarf nicht decken können. Zum Zuge sollen zunächst Gaskraftwerke kommen, die später auch mit klimafreundlichem Wasserstoff laufen sollen. 2027 und 2029 will Reiche weitere Ausschreibungen auf den Weg bringen.
RWE-CHEF WARNT: ZEITPLAN FÜR NEUBAU KÖNNTE WACKELN
Die Versorger hatten bereits die vorherige Bundesregierung wegen der Zeitverzögerung beim Kraftwerksbau kritisiert. RWE-Chef Krebber sagte, es wäre eine große Enttäuschung, wenn bis zum Herbst dieses Jahres über die Details keine Klarheit herrsche. "Dann würde auch der Zeitplan wackeln, weil die ersten ja 2030/31 in Betrieb gehen sollen."
RWE will Kraftwerke mit einer Kapazität von bis zu drei Gigawatt ins Rennen schicken, später möglicherweise mehr. Der Düsseldorfer Rivale Uniper hat zwei Gigawatt angekündigt, Steag Iqony könnte sich nach den Worten ihres Chefs Andreas Reichel ebenfalls mit Anlagen in einer solchen Größenordnung beteiligen. Ein Gigawatt entspricht etwa der Leistung eines großen Atom- oder Kohlekraftwerks.
(Bericht von Christoph Steitz, Tom Käckenhoff, redigiert von Ralf Banser. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)



















