Russische Drohnen haben am Montag erneut gezielt ein Öldepot des aserbaidschanischen Staatskonzerns SOCAR in der südukrainischen Region Odessa angegriffen. Dies war bereits der zweite derartige Angriff innerhalb von zwei Wochen, wie ukrainische Behörden mitteilten.
Präsident Wolodymyr Selenskyj schrieb auf X, der ,,gezielte russische Angriff... sei nicht nur ein Angriff auf uns, sondern auch auf unsere Beziehungen und die Energiesicherheit".
Außenminister Andrii Sybiha forderte von Baku eine ,,angemessene diplomatische und rechtliche Reaktion" auf das, was er als Maßnahmen ,,gegen die Interessen Aserbaidschans" bezeichnete.
Weder von SOCAR, das rund 60 Tankstellen in der Ukraine betreibt, noch von aserbaidschanischen Behörden gab es zunächst eine Stellungnahme. Auch Russland äußerte sich bislang nicht öffentlich zu dem Vorfall.
Der ukrainische Energieminister erklärte gegenüber Reportern in Kiew, es sei ,,schwierig, das Ausmaß der Schäden zu beurteilen", da die Rettungskräfte weiterhin im Einsatz seien.
Dem Angriff am Montag war bereits ein russischer Drohnenangriff am 8. August vorausgegangen, bei dem ein SOCAR-Öldepot beschädigt wurde, wie zwei Branchenquellen gegenüber Reuters berichteten. Bei diesem Angriff seien mindestens vier Personen verletzt worden, hieß es weiter.
Russische Streitkräfte nehmen immer wieder gezielt ukrainische Infrastruktur und Energieanlagen weit hinter der Frontlinie ins Visier.


















