Die indische Rupie schloss am Dienstag leicht fester, gestützt durch Dollar-Verkäufe von Exporteuren und moderate ausländische Zuflüsse, während sich die Händler vor der anstehenden geldpolitischen Entscheidung der US-Notenbank Federal Reserve später in dieser Woche vorsichtig zeigten.

Die Rupie legte um 0,2% zu und beendete den Handelstag bei 89,8750 pro US-Dollar.

Im frühen Handel war die Währung bis auf 89,8475 gestiegen, doch weitere Gewinne wurden laut Händlern dadurch begrenzt, dass Importeure bei günstigeren Kursen Hedging-Geschäfte absicherten.

"Solange sich das USD/INR-Paar unter 90,30 bewegt, dürfte es reges zweiseitiges Interesse seitens der Unternehmen geben, doch ein Ausbruch darüber konnte die Aktivität der Exporteure erneut bremsen", sagte ein Händler einer Bank in Mumbai.

Die Währung hat im Jahr 2025 bislang rund 5% an Wert verloren, belastet durch Schwäche im Handel und bei ausländischen Portfoliostromen sowie durch das Ausbleiben eines Handelsabkommens mit den USA.

Rick Switzer, stellvertretender US-Handelsbeauftragter, wird am 10. und 11. Dezember Indien besuchen, wie ein Sprecher des indischen Außenministeriums am Montag mitteilte.

Andernorts zeigten sich asiatische Währungen am Tag uneinheitlich, während der Dollar gegenüber einem Währungskorb stabil blieb, da Investoren der mit Spannung erwarteten Fed-Entscheidung am Mittwoch entgegenblicken.

Anleiheinvestoren positionieren sich für einen nur flachen Zinssenkungszyklus in den USA, und viele Wall-Street-Banken rechnen angesichts von Inflationssorgen und Erwartungen an eine robustere US-Wirtschaft mit weniger Zinssenkungen der Fed im Jahr 2026.

"Die Erwartungen an einen 'hawkish cut' bei der Fed-Entscheidung am Mittwochabend sind nun hoch. Wir waren der Ansicht, dass das kurzfristige Aufwärtspotenzial des Dollars durch dieses FOMC-Ereignisrisiko verwundbar ist", schrieben Analysten der ING in einer Notiz.

Die Investoren richten ihren Fokus zudem auf die Veroffentlichung der vierteljährlichen Wirtschaftsprognosen der Fed-Notenbanker, einschließlich der Prognosen für den Leitzins, auch bekannt als "dot plot".