Die indische Rupie beendete den Handel am Mittwoch nahezu unverändert, nachdem sie sich während der Sitzung in einer engen Spanne bewegte. Händler verwiesen auf sowohl Importeur- als auch Exporteurstransaktionen sowie zeitweise Dollar-Verkäufe durch staatliche Banken.

Die Rupie schloss bei 90,6675 pro Dollar und damit nahezu unverändert gegenüber dem Schlusskurs von 90,6725 in der vorherigen Sitzung.

Die Währung bewegte sich in den letzten zwei Wochen in einer Spanne zwischen 90 und 90,80.

Der begrenzte Handelsspielraum hat die Volatilitätserwartungen für kurzfristige Laufzeiten der Rupie auf ein Einmonatstief gedrückt. Die implizite Dreimonatsvolatilität, ein Indikator für künftige Erwartungen, lag zuletzt bei 4,07% und damit auf dem niedrigsten Stand seit dem 21. Januar.

„Die Ankündigung des US-Handelsabkommens hatte Erwartungen an eine Rallye der Rupie geweckt, aber das hat sich nicht realisiert. Jetzt erwarten einige Marktteilnehmer eine Rückkehr zu 92 und darüber hinaus eine Schwäche im mittleren Zeithorizont“, sagte ein leitender Händler einer ausländischen Bank.

Die Rupie hatte Ende Januar mit 91,9875 ein Rekordtief erreicht, nachdem anhaltende Portfolioabflüsse und die damals bestehenden Handelskonflikte mit den USA die Währung belastet hatten.

Ausländische Investoren haben bislang in diesem Monat netto rund 1,5 Milliarden US-Dollar in lokale Aktien investiert, eine Trendwende gegenüber nahezu 4 Milliarden US-Dollar Abflüssen im Vormonat. Händler sind der Ansicht, dass eine nachhaltige Erholung der Zuflüsse entscheidend für die Unterstützung der Rupie ist.

„Die breite Dollar-Unterstützung auf internationaler Ebene wird den Druck auf die Rupie aufrechterhalten, wobei erwartet wird, dass die RBI den Abwärtsdruck begrenzt. Der mittelfristige Ausblick scheint seitwärtsgerichtet zu sein“, sagte Anil Bhansali, Leiter Treasury bei Finrex Treasury Advisors.

Der Dollar-Index lag am Mittwoch um 0,2% höher bei 97,3.

Später am Tag richtet sich der Fokus auf die Veröffentlichung des Protokolls der Zinssitzung der US-Notenbank (Federal Reserve) vom Januar, um Hinweise auf den künftigen Kurs der US-Zinsen zu erhalten.

Die Geldmärkte preisen derzeit etwas mehr als zwei Zinssenkungen um jeweils 25 Basispunkte durch die Fed im weiteren Jahresverlauf ein.