Der jüngste Rückgang der illegalen Einwanderung in die Vereinigten Staaten hat das Beschäftigungswachstum, insbesondere im Bau- und Fertigungssektor, verlangsamt. Diese Entwicklung dürfte sich fortsetzen, wie neue Forschungsergebnisse der Federal Reserve Bank von San Francisco zeigen, die am Dienstag veröffentlicht wurden.

Die Studie untersuchte den raschen Anstieg der Zahl illegaler Einwanderer ab 2021 sowie die Verlangsamung, die im März 2024 einsetzte, und stellte fest, dass das lokale Beschäftigungswachstum im Gleichschritt mit diesen Einwanderungstrends zunahm und dann wieder abnahm. Die Ergebnisse könnten wichtige Auswirkungen auf die Entwicklung des Arbeitsmarktes und die Erschwinglichkeit von Wohnraum haben, insbesondere angesichts der anhaltenden Verschärfung der Einwanderungspolitik während der zweiten Amtszeit von Donald Trump als Präsident.

Überarbeitete Arbeitsmarktdaten, die in der vergangenen Woche veröffentlicht wurden, zeigten, dass die US-Wirtschaft im Jahr 2025 lediglich 181 000 neue Arbeitsplätze geschaffen hat – ein Bruchteil der 1 459 000 Stellen, die 2024, dem letzten vollen Amtsjahr des ehemaligen Präsidenten Joe Biden, entstanden waren. Ökonomen führen die Verlangsamung auf den starken Rückgang der Einwanderung zurück, doch diese neueste Studie belegt diesen Zusammenhang durch eine detaillierte Analyse der Zu- und Abflüsse illegaler Arbeitskräfte und deren Auswirkungen auf die lokalen Arbeitsmärkte.

„Im Durchschnitt verzeichneten die Regionen mit den stärksten Rückgängen bei illegaler Einwanderung auch die größten Einbrüche beim Beschäftigungswachstum in Bau, Fertigung und anderen Dienstleistungen“, schreiben die Fed-Ökonomen Daniel Wilson und Xiaoqing Zhou. „Der Effekt im Bausektor ist besonders auffällig, da er darauf hindeutet, dass der Rückgang der UIWF (unauthorized immigrant worker flows) in den vergangenen Monaten den Wohnungsbau verlangsamen und somit das Wachstum des Wohnungsangebots dämpfen könnte.“

Die Regierung Trump hat erklärt, dass die Verringerung der Einwanderung amerikanischen Arbeitnehmern zugutekommen und die Erschwinglichkeit von Wohnraum verbessern werde, da die Nachfrage nach Häusern sinke.

„Das Beschäftigungswachstum in den USA dürfte weiter unter Druck stehen, solange die anhaltenden Rückgänge bei den illegalen Arbeitskräften anhalten“, schreiben die Autoren der Studie.