Der europäische Rundfunkkonzern RTL hat am Dienstag angekündigt, in Deutschland rund 600 Vollzeitstellen abzubauen. Als Grund nannte das Unternehmen schwache Werbeeinnahmen.
Alle Standorte von RTL in Deutschland sind von den Maßnahmen betroffen, teilte der zum Medienkonzern Bertelsmann gehörende Sender mit. Die Kürzungen entsprechen etwa 10 Prozent der deutschen Belegschaft.
Nach Bekanntgabe der Entscheidung fiel die RTL-Aktie um 2 Prozent.
RTL-Deutschland-CEO Stephan Schmitter bezeichnete die Einschnitte als absolut notwendig, um die Position des Unternehmens angesichts struktureller und wirtschaftlicher Herausforderungen in Deutschland zu stärken.
,,Der Medienmarkt befindet sich in einem tiefgreifenden Wandel", erklärte Schmitter. Um wettbewerbsfähig zu bleiben, lege der Sender den Fokus künftig noch stärker auf Streaming-Angebote.
Schmitter betonte, dass der Stellenabbau so sozialverträglich wie möglich erfolgen solle - unter anderem durch ein spezielles Abfindungsprogramm und Regelungen zur Frühverrentung.
Zu RTL Deutschland gehören der Hauptsender RTL, der Kanal Vox, der Nachrichtensender ntv sowie der Streamingdienst RTL+.
Der Konzern kämpft bereits seit Jahren mit einem schwachen Werbemarkt und der Konkurrenz durch US-Streaming-Giganten wie Netflix.


















