Die Kupferpreise blieben am Donnerstag stabil. Unterstützung kam von der Hoffnung auf eine Entspannung zwischen den USA und dem Iran, einem schwächeren US-Dollar sowie Anzeichen einer kräftigen Nachfrage in China, dem weltweit größten Verbraucher des roten Metalls. Am Vormittag notierte das Referenzkupfer an der London Metal Exchange (LME) nahezu unverändert bei 13.384 US-Dollar je Tonne.

Das Metall, das unter anderem in der Immobilienbranche, bei elektrischen Infrastrukturen und in der Industrie eingesetzt wird, hatte am Mittwoch mit 13.462 US-Dollar je Tonne den höchsten Stand seit dem 23. April erreicht.

Der Markt verfolgt die Entwicklung im Iran-Dossier aufmerksam. US-Präsident Donald Trump stellte ein rasches Ende der Feindseligkeiten mit dem Iran in Aussicht, während Teheran einen US-Vorschlag prüft, der laut mehreren Quellen den Konflikt offiziell beenden könnte.

Auch der Rückgang des US-Dollars stützt die Industriemetalle, da diese dadurch für Käufer mit anderen Währungen günstiger werden.

Die Nachfrage in China bleibt stark

In China deuten mehrere Indikatoren ebenfalls auf eine robuste Nachfrage hin. Die Kupferbestände in den vom Shanghai Futures Exchange überwachten Lagerhäusern haben sich seit Mitte März mehr als halbiert und liegen nun bei 192.025 Tonnen.

Die Yangshan-Kupferprämie, die als Indikator für den chinesischen Importappetit gilt, ist seit Anfang März um mehr als 60 % gestiegen.

Blei rückt in den Fokus

Bei den übrigen Metallen erreichte Blei, ein zentraler Bestandteil von Batterien, 1.990 US-Dollar je Tonne – den höchsten Stand seit dem 27. Februar. Am späten Vormittag lag das Plus bei 0,2 % auf 1.980 US-Dollar.

Laut Händlern ist dieser Anstieg auf den Aufbau großer Positionen bei Bleiwarrants sowie auf den Besitz von mehr als 40 % der im Mai fälligen Kontrakte zurückzuführen. Diese Konzentration deutet darauf hin, dass ein erheblicher Teil des an der LME lieferbaren Bleis vor dem Mai-Verfall gebunden ist, was das Risiko von Angebotsengpässen erhöht.

An anderer Stelle an der LME fiel Aluminium um 0,9 % auf 3.489 US-Dollar je Tonne, Zink stieg um 0,7 % auf 3.422 US-Dollar, Zinn gewann 0,5 % auf 54.100 US-Dollar und Nickel gab 1 % auf 19.000 US-Dollar nach.