Energie:

Der Ölmarkt bleibt vorerst unter Abwärtsdruck, was vor allem an den Prognosen eines Angebotsüberschusses für 2026 liegt. Die OPEC+ kündigte eine Erhöhung der Fördermengen um 137.000 Barrel pro Tag für Dezember an, setzte jedoch gleichzeitig geplante Ausweitungen für das erste Quartal 2026 aus. Saudi-Arabien senkte zudem die Verkaufspreise für seine Lieferungen nach Asien – ein weiteres Signal für ein gut versorgtes Marktumfeld.

Zu den preisbelastenden Faktoren zählen auch die wirtschaftlichen Auswirkungen des Shutdowns in den USA, der die Nachfrage nach bestimmten Ölprodukten wie Kerosin dämpft. Hinzu kommt die anhaltende Unsicherheit im Zusammenhang mit den Sanktionen gegen Russland. Deren Auswirkungen auf den Export russischen Rohöls – insbesondere in Richtung China und Indien – lassen sich derzeit schwer abschätzen.

Am Spotmarkt notiert Brent derzeit bei rund 63,60 USD, während der WTI-Preis bei etwa 60 USD liegt.

Metalle:

Kupfer fällt in London auf 10.716 USD (Dreimonatskontrakt). Trotz der starken Preisentwicklung im bisherigen Jahresverlauf sorgen enttäuschende Daten zum chinesischen Einkaufsmanagerindex (PMI) für einen Dämpfer auf der Nachfrageseite. Der Markt begibt sich somit in eine abwartende Haltung, bis neue konjunkturelle Signale aus China oder geldpolitische Entscheidungen der US-Notenbank Klarheit bringen.

Gold hingegen zieht wieder an und notiert bei 4.085 USD. Die Abschwächung am US-Arbeitsmarkt im Oktober erhöht die Wahrscheinlichkeit einer Zinssenkung im Dezember – laut Marktpreisen aktuell bei 64 % – und stärkt damit die Attraktivität des zinslosen Edelmetalls.

Agrarprodukte:

Weizen, Mais und Soja zeigen in Chicago rückläufige Tendenzen. Die zwischenzeitliche Hoffnung, genährt durch Pekings temporäre Aussetzung bestimmter Zölle, hat sich angesichts verhaltener chinesischer Käufe nicht erfüllt. Der Dezember-Kontrakt auf Weizen fällt auf 531 Cent je Scheffel, während Mais auf 428 Cent zurückgeht.