Energie: Die Unsicherheit an den Ölmärkten ist mit Händen zu greifen. Ein Blick auf die Wochencharts von Brent oder WTI genügt, um das zu erkennen: Lange Dochte an den jüngsten Kerzen signalisieren fehlende klare Trendrichtung. Konkret ist der Brent-Preis erneut über die Marke von 70 USD je Barrel gestiegen, hat sich jedoch wieder zurückgebildet und notiert aktuell um 68 USD. Beim WTI zeigt sich ein ähnliches Bild: Nach einem Wochenhoch bei 65,80 USD tendiert der Preis wieder in Richtung seines Wochentiefs und bewegt sich um 63 USD.
Dieser Rückgang ist auf die Kombination aus verhaltenen Nachfrageprognosen und einem Rückgang der Spannungen zwischen den USA und dem Iran zurückzuführen. Der jüngste Bericht der Internationalen Energieagentur (IEA) hat die Marktstimmung spürbar eingetrübt. Die Agentur weist auf ein wachsendes Überangebot hin, während sich das globale Nachfragewachstum in diesem Jahr laut ihren Prognosen abschwächen dürfte.
Gleichzeitig haben sich die unmittelbaren Eskalationssorgen im Nahen Osten etwas gelegt. US-Präsident Donald Trump bekräftigte seine Bereitschaft, die Atomverhandlungen mit dem Iran fortzusetzen, und lehnte es vorerst ab, die Gespräche – wie von Israel gefordert – auf das iranische Raketenprogramm auszuweiten. Damit rückt das Szenario eines direkten militärischen Konflikts oder einer Blockade der Straße von Hormus kurzfristig in den Hintergrund.
Gleichwohl bleiben die Spannungen bestehen. Die USA werden einen zweiten Flugzeugträger in die Region entsenden. Zudem kündigte der Iran im Rahmen eines Militärmanövers eine teilweise Sperrung der Straße von Hormus an – ein klares Signal im Kontext der laufenden Gespräche in Genf.
Metalle: Im Edelmetallsegment bleibt die Volatilität hoch. Silber verlor in der vergangenen Woche rund 3 %, während sich Gold mit einer nahezu unveränderten Wochenbilanz stabiler zeigte. Das Edelmetall profitiert von den zuletzt unter den Erwartungen ausgefallenen Inflationsdaten und behauptet sich um die Marke von 5.000 USD je Unze.
Bei den Industriemetallen gab der Kupferpreis in London nach. Die Tonne notiert am Kassamarkt bei rund 12.850 USD.
Agrarrohstoffe: Nach dem Kaffee gerät nun auch Kakao deutlich unter Druck. Eine schwache Nachfrage lässt die Lagerbestände steigen und belastet die Preise, die in der vergangenen Woche um etwa 10 % nachgaben. In Chicago hat das US-Landwirtschaftsministerium (USDA) seine Schätzung der weltweiten Lagerbestände für Mais und Weizen nach unten revidiert. Die Kurse reagierten bislang verhalten: Der Weizenpreis liegt bei rund 550 US-Cent je Scheffel, Mais bei etwa 431 US-Cent (Kontrakt März 2026).






















