Die Spekulationen über eine mögliche Annäherung zwischen Rio Tinto und Glencore - konkret über eine Übernahme von Glencore durch Rio Tinto - nehmen erneut Fahrt auf.
Ein Jahr nach einem ersten, gescheiterten Versuch sollen die Gespräche zwischen den beiden Konzernen wieder aufgenommen worden sein. Zusammengenommen würden Rio Tinto (Platz 2 weltweit) und Glencore (Platz 6) eine Unternehmensbewertung von rund 263 Milliarden US-Dollar aufweisen.
Der mögliche Zusammenschluss erfolgt vor dem Hintergrund historisch hoher Kupferpreise – getragen von einer Angebotsknappheit, die laut Analysten noch über ein Jahrzehnt andauern dürfte, da es an neuen, erschlossenen Großvorkommen fehlt.
Allerdings weist MarketScreener darauf hin, dass der Kupferpreis – trotz seines spektakulären Anstiegs seit der Pandemie – inflationsbereinigt auf exakt dem gleichen Niveau liegt wie vor fünfzehn Jahren.
Dasselbe ließe sich auch über die Aktienkurse von Rio Tinto und Glencore sagen. Über diesen längeren Zeitraum betrachtet, hat Glencore sogar die schwächere Performance geliefert – und obendrein eine Ausschüttungspolitik, die ebenso mager wie unberechenbar ausfällt.
Rio Tinto konnte sich auf diesem Feld immerhin besser behaupten – was nicht überrascht, blickt der Konzern doch auf eine deutlich solidere Profitabilitäts- und Rentabilitätsgeschichte zurück. Glencore hingegen wird oft als „Hedgefonds unter den Minenkonzernen“ bezeichnet – ein Unternehmen, das eher darauf ausgerichtet sei, seine Manager zu bereichern als seine Aktionäre.
Eine Fusion mit dem australischen BHP oder dem britischen Rivalen Anglo American – der seinerseits unlängst in einem fragwürdigen Deal mit Teck Resources fusionierte – hätte möglicherweise mehr Sinn ergeben.
Rio Tinto plc ist eines der weltweit führenden Unternehmen in den Bereichen Bergbauforschung, Prospektion und Betrieb. Der Nettoumsatz verteilt sich wie folgt auf die einzelnen Produktfamilien: - Eisenerz (49,2 %): 290,6 Mio. Tonnen Produktion im Jahr 2025; - Aluminium, Aluminiumoxid und Bauxit (26,7 %): 62,4 Mio. Tonnen Bauxit, 7,6 Mio. Tonnen Aluminiumoxid und 3,4 Mio. Tonnen Aluminium produziert; - Kupfer (11,6 %): 883 Kt produziert; - Industriemineralien (4,1 %): Titandioxidpigmente (975 kt produziert), Borate (502 kt produziert) und Salze (4,8 Mio. t produziert); - Gold (3,3 %): 464.000 Unzen produziert; - Lithium (1,6 %): 57 Kt produziert; - Diamanten (0,6 %): 4,4 Millionen Karat produziert; - Sonstige (2,9 %): Uran, Silber, Zink und Molybdän. Der Nettoumsatz verteilt sich geografisch wie folgt: Vereinigtes Königreich (0,2 %), Europa (5,8 %), China (57,3 %), Japan (5,7 %), Asien (6,9 %), Vereinigte Staaten (16,7 %), Kanada (3 %), Australien (1,6 %) und Sonstige (2,8 %).
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Investment
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Qualität der Veröffentlichungen
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ESG MSCI
ESG MSCI
Der MSCI-ESG-Score bewertet die Umwelt-, Sozial- und Governance-Leistung eines Unternehmens nach der Methodik von MSCI. Er ordnet das Unternehmen im Vergleich zu seinen Branchenkollegen auf einer Skala von CCC (sehr schwach) bis AAA (ausgezeichnet) ein. Dieser Score wird von Anlegern genutzt, um nicht-finanzielle Kriterien in ihre Entscheidungen einzubeziehen.