Die Diavik-Diamantenmine von Rio Tinto in den kanadischen Nordwest-Territorien hat ihren letzten Produktionstag begangen. Die aus vier Pipes bestehende Lagerstätte wurde 1991 unter dem Lac de Gras, rund 220 Kilometer südlich des Polarkreises, entdeckt. Seit dem Förderbeginn im Jahr 2003 wurden im Tagebau- und Untertageverfahren vorwiegend weiße Diamanten in Edelsteinqualität sowie ein geringer Anteil seltener gelber Diamanten gewonnen.

Vertreter indigener Regierungsorganisationen, Regierungsbehörden und weitere Stakeholder nahmen an einer Feierstunde in der Mine teil, die das offizielle Ende der Förderung markierte. Die Planung für die Stilllegung von Diavik wurde bereits vor Produktionsbeginn eingeleitet. Die Verschlussziele umfassen Aspekte wie Sicherheit, Landnutzung, Geländeformung, Wasserhaushalt, Biodiversität sowie die Entwicklung lokaler Kapazitäten und Ressourcen. Die Rückbauarbeiten werden bis 2029 andauern, gefolgt von einer Phase des Nachsorgemonitorings.

Die letzten in Diavik geförderten Rohdiamanten werden geschliffen und bis 2026 sowie darüber hinaus über das internationale Kundennetzwerk von Rio Tinto vertrieben, einschließlich der langjährigen Partner aus dem "Select Diamantaires"-Programm.