Robinsons Anwälte erklärten, dass Livestreams und Fotografien aus dem Gerichtssaal zu einer sensationshascherischen und einseitigen Medienberichterstattung führten, die potenzielle Geschworene in dem Verfahren wegen Mordes unter erschwerenden Umständen beeinflussen könnte.
Verteidiger Michael Burt präsentierte Videoclips, in denen Rechtsexperten verschiedener Medienhäuser Robinsons Charakter basierend auf seiner Körpersprache angriffen. Sie suggerierten einen Mangel an Empathie und Trauer; einer bezeichnete ihn gar als "Monster".
"Negative Beweise zur Charakterisierung gehören zu den präjudiziellsten Beweismitteln vor Prozessbeginn", sagte der Prozessberater Bryan Edelman, ein Zeuge der Verteidigung. "Wir müssen aus diesem Prozess keine zirkusreife Reality-Show machen."
KIRKS WITWE UND STAATSANWALTSCHAFT WOLLEN KAMERAS IM SAAL
Die Staatsanwaltschaft strebt die Todesstrafe für Robinson an, sollte er für die Tötung Kirks am 10. September verurteilt werden.
Der 23-jährige Robinson befand sich zum Zeitpunkt der Schießerei in der Ausbildung zum Elektriker. Ihm wird vorgeworfen, von einem Dach aus einen einzelnen Schuss abgegeben zu haben, der Kirk traf, während dieser mit Studenten an der Utah Valley University in Orem debattierte.
Kirks Witwe, Erika Kirk, Medienorganisationen und die Staatsanwaltschaft haben das Gericht gedrängt, Kameras während der Verhandlungen zuzulassen. Sie argumentieren, dass die Übertragung und Fotografie der Beratungen der beste Weg seien, um Verschwörungstheorien und anderen Fehlinformationen rund um den Fall entgegenzuwirken.
Kirk wurde zugeschrieben, junge Wähler mobilisiert zu haben, die Präsident Donald Trump zum Sieg bei der Wahl 2024 verhalfen. Sein Attentat auf offener Bühne vor Tausenden von Menschen war eine schockierende Demonstration der zunehmenden politischen Gewalt in den Vereinigten Staaten.
Robinsons Anwälte beantragten die Verschiebung einer für Mitte Mai geplanten Voranhörung, in der die Staatsanwaltschaft einen hinreichenden Tatverdacht begründen oder ausreichende Beweise für die Begehung einer Straftat vorlegen muss.
Robinsons Anwalt Richard Novak gab an, dass die Verteidigung noch keine DNA-Datensätze erhalten habe, die für Sachverständige erforderlich seien. Er beantragte eine viermonatige Verschiebung des Termins.
Der Staatsanwalt von Utah County, Ryan McBride, entgegnete, dass die DNA-Akten für die Feststellung eines hinreichenden Tatverdachts nicht erforderlich seien und das Anklageteam über weitere Beweise verfüge.
Bezirksrichter Tony Graff erklärte, er werde zu einem späteren Zeitpunkt eine Entscheidung in dieser Angelegenheit treffen.






















