Düsseldorf, 07. Mai (Reuters) - Der Rüstungskonzern Rheinmetall will ihrem Chef Armin Papperger zufolge rasch ein verbindliches Angebot für die Werft German Naval Yards Kiel (GNYK) vorlegen, um die sich auch die Thyssenkrupp-Rüstungstochter TKMS bemüht. "Wir haben ein unverbindliches Angebot vorgelegt, um die German Naval Yards zu kaufen", sagte Papperger am Donnerstag im Gespräch mit Analysten. Die Prüfung der Bücher ("Due Diligence") habe bereits begonnen. Er erwarte daraus binnen Wochen Resultate. Dann könne Rheinmetall eine verbindliche Offerte vorlegen und seine Kapazitäten im Marine-Bereich weiter ausbauen. In dem Geschäft winken allein aus Deutschland riesige Aufträge. Rheinmetall habe ein Angebot für das milliardenschwere Fregatten-Programm F126 unterbreitet, fügte Papperger hinzu.

Rheinmetall will im Marine-Geschäft wachsen. Zuletzt hatte der Konzern die Marine-Sparte der Lürssen-Werft (NVL) übernommen und eine millardenschwere Marine-Sparte geschmiedet.

Auch TKMS buhlt um GNYK. "Für uns wäre das eine Opportunität, aber kein Muss", hatte TKMS-Chef Oliver Burkhard mit Blick auf die Kieler Werft gesagt. TKMS hatte dem kleineren Konkurrenten GNYK bereits ein unverbindliches Übernahmeangebot unterbreitet.

(Bericht von Matthias Inverardi, redigiert von Ralf Banser. Bei Rückfragen wenden Sie sich bittean unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)