Die Aktie von Rheinmetall legt heute Morgen in Frankfurt um mehr als 4 % zu. Auslöser ist ein Reuters-Bericht, wonach die Bundeswehr die Bestellung von 2.030 Lastwagen im Wert von etwas mehr als 1 Mrd. Euro plant. Die Auslieferung soll laut einem Entwurf des Verteidigungsministeriums für den Haushaltsausschuss des Bundestags bis November 2026 abgeschlossen sein.

Adrien Rabier, Analyst bei Bernstein, erklärt heute Morgen, dass der Kursrückgang von 25 % seit Jahresbeginn die Bewertungsprämie des Konzerns auf 15 % reduziert habe – nach 80 % vor neun Monaten. Dadurch habe sich ein aus Sicht des Analysten „asymmetrisches“ Chance-Risiko-Profil ergeben.

Nach Einschätzung von Bernstein könnte im zweiten Quartal 2026 ein Wendepunkt beim Umsatzwachstum erreicht werden. Erwartet wird ein Umsatzanstieg von nahezu 60 %, der die Serie negativer Gewinnrevisionen durchbrechen könnte.

Die Studie hebt zudem hervor, dass große Aufträge im Bereich klassischer Militärsysteme das derzeitige Marktbild infrage stellen könnten, wonach sogenannte „Legacy Weapons“ an Attraktivität verlieren. Bernstein verweist dabei insbesondere auf einen potenziellen Auftrag für Boxer-Fahrzeuge im Umfang von rund 12,5 Mrd. Euro.

Dem Broker zufolge dürfte die Aktie selbst bei enttäuschenden Ergebnissen für das zweite Quartal 2026 und einer Senkung der Wachstumsziele einen Boden im Bereich von rund 1.050 Euro finden.