Nach einem Pre-Close-Call mit dem Leiter der Investor Relations gehen die Analysten der US-Investmentbank wenig überraschend davon aus, dass das erste Quartal für den französischen Konzern umsatzseitig eher schwach ausfallen dürfte.

Im Gegensatz dazu legen die Bestandsentwicklung, ein solider Auftragseingang für Dacia und Renault (Clio 6), die Elektroantriebe (Twingo) sowie die leichten Nutzfahrzeuge (Master) das Fundament für ein besseres zweites Quartal.

Zudem zerstreute der IR-Verantwortliche des Automobilherstellers Bedenken hinsichtlich des schleppenden Jahresauftakts von Dacia (die Marke sah sich Logistik- und Produktionsstörungen in Nordafrika gegenüber). Er präzisierte ferner, dass das Modell Bigster eher neue Kunden gewinnen dürfte, anstatt den Duster zu kannibalisieren.

Jefferies führte zudem aus, dass die Neuzulassungen im März einen Teil der Schwäche der ersten beiden Monate kompensiert haben. Die Lagerbestände bewegen sich jedoch am oberen Ende der Spanne von 500.000 bis 550.000 Einheiten, was darauf hindeutet, dass kein Beitrag zum Großhandelsabsatz aus einem Lageraufbau zu erwarten ist.

Die Analysten lassen ihre Jahresschätzungen unverändert, hoben jedoch ihr Umsatzziel für das erste Quartal um 1 % auf 11,08 Milliarden Euro an, was dennoch einem Rückgang von 5 % im Vergleich zu den ersten drei Monaten des Geschäftsjahres 2025 entspricht. Sie ergänzten, dass dieser leichte Anstieg primär durch das zweistellige Wachstum der Finanztochter (Finco) getragen wird.

Die Empfehlung für die Renault-Aktie lautet weiterhin "Hold" mit einem Kursziel von 31 Euro.