In ihrem am 5. Februar veröffentlichten Bericht identifiziert die NGO Reclaim Finance Green-Got als eine Ausnahme auf dem Lebensversicherungsmarkt. Während 62 % der fondsgebundenen Anteile weiterhin dem Ausbau fossiler Energien ausgesetzt sind, trägt keiner der von Green-Got angebotenen Fonds zur Finanzierung von Aktivitäten bei, die mit der Expansion von Kohle, Öl oder Gas in Verbindung stehen. In einem Markt, der immer noch weitgehend von diskreten Abwägungen und stillschweigenden Kompromissen geprägt ist, liefert das Fintech den Beweis, dass eine andere Art des Investierens möglich ist.

Mehr als 150 Mio. € an verwaltetem Vermögen sind heute in Unternehmen und Vermögenswerte investiert, die sich für den Wandel engagieren.

Als unabhängige NGO, die auf die Analyse von Finanzpraktiken angesichts des Klimanotstands spezialisiert ist, führt Reclaim Finance verschiedene Studien durch. Diese befassen sich mit der Analyse von Anlageprodukten und der Bewertung des Grades der tatsächlichen Abhängigkeit vom Ausbau fossiler Brennstoffe. Ziel ist es, die Lücke zwischen den erklärten Verpflichtungen und der tatsächlichen Kapitalallokation sichtbar zu machen, um die Finanzierungspraktiken zu verändern.

Dieser Bericht deckt fast 7.500 fondsgebundene Anteile ab, die in Lebensversicherungsverträgen in Frankreich referenziert sind. Die Ergebnisse sind eindeutig.

62 % der fondsgebundenen Anteile sind bei mindestens einem Entwickler fossiler Energien investiert.

61 % weisen eine Exposition gegenüber Öl- und Gasentwicklern auf, im Upstream- und/oder Midstream-Bereich.

15 % sind weiterhin bei Kohleentwicklern investiert.

Diese Feststellung gilt auch für Fonds, die als verantwortungsbewusst oder nachhaltig eingestuft werden, was eine strukturelle Grenze der derzeitigen Rahmenbedingungen unterstreicht.

"Unsere Analyse zeigt, dass es für Sparer sehr schwierig ist, eine Lebensversicherung ohne Unternehmen mit verheerenden Auswirkungen auf den Planeten abzuschließen. Trotz der Klimaversprechen gegenüber ihren Kunden bieten Marktführer (...) immer noch ein Angebot an fondsgebundenen Anteilen an, von denen mehr als die Hälfte in Unternehmen investiert ist, die neue fossile Energieprojekte entwickeln. Es ist an der Zeit, dass französische Sparer Zugang zu einer Lebensversicherung ohne fossile Expansion haben, die nicht mehr zum Klimawandel beiträgt", betonte Ariel Le Bourdonnec, Kampagnenleiter für Versicherungen bei Reclaim Finance.

Die NGO erinnert daran, dass Green-Got heute mehr als 170 Mio. € an Vermögen verwaltet, davon 75 Mio. € im Rahmen seiner Lebensversicherung GG Planet, die von rund 13.500 Sparern gezeichnet wurde. Die Beträge sind in klar identifizierbare Aktivitäten der Energiewende investiert: Strominfrastruktur (Schneider Electric); Schienenverkehr (Alstom, Railpool); Solar (First Solar, Sonnedix); Offshore-Windkraft (Orsted); hocheffiziente Renovierung zertifizierter Gebäude (HQE).