In dem Regelentwurf erklärte die RBI, dass die Aufsichtsorgane der Banken für die Überwachung von Risikomanagementsystemen, Strategien und Schlüsselrichtlinien sowie für die Kontrolle von Risikopositionen gegenüber nahestehenden Unternehmen und Beteiligungen an Tochtergesellschaften verantwortlich sein sollten.
"Die letztendliche Verantwortung für die Performance, das Geschäftsgebaren und die Kontrolle der Bank liegt beim Board", so die Zentralbank. Sie fügte hinzu, dass bestimmte Angelegenheiten an Unterausschüsse oder das Senior Management delegiert werden können.
Dieser Schritt folgt auf jüngste Spannungen bei der HDFC Bank, dem größten privaten Kreditinstitut des Landes, deren Verwaltungsratsvorsitzender abrupt unter Hinweis auf Differenzen bei "Werten und Ethik" zurückgetreten war.
Reuters hatte zuvor unter Berufung auf Insider berichtet, dass die Einmischung des Vorsitzenden in operative und managementbezogene Belange zu internen Reibereien mit CEO Sashidhar Jagdishan geführt habe.
Die auf Ersuchen der Banken vorgenommene Überarbeitung der Anweisungen werde dazu führen, dass die Gremien mehr Zeit für Grundsatzfragen aufwenden können, während operative Themen dem Management überlassen bleiben, sagte RBI-Gouverneur Sanjay Malhotra in einer geldpolitischen Rede am Mittwoch.
Der Entwurf sieht zudem vor, dass die Boards die Einhaltung von Corporate-Governance-Standards sicherstellen und klar definieren, welche Angelegenheiten ihrer Genehmigung oder einer regelmäßigen Überprüfung bedürfen.
Der Vorschlag strafft frühere RBI-Themenbereiche wie Finanzberichterstattung und Personalwesen, die bislang die Vorlagepflichten der Bankvorstände regelten. Diese werden durch einen prinzipienbasierten Ansatz ersetzt, um den Fokus auf Strategie und Risk Governance zu schärfen.
Die RBI hat die Öffentlichkeit aufgefordert, bis zum 7. Mai Stellungnahmen zu dem Entwurf abzugeben.

















