Die im Dezember verladenen russischen ESPO-Rohöl-Ladungen wurden laut vier Quellen am Freitag in chinesischen Häfen mit einem Abschlag von 5 bis 6 US-Dollar pro Barrel gegenüber ICE Brent gehandelt - das ist der schwächste Preisunterschied, der bislang verzeichnet wurde.
Die Abschläge haben sich in China ausgeweitet, da die Nachfrage gesunken ist, nachdem staatliche Raffinerien ihre Käufe aufgrund der jüngsten westlichen Sanktionen ausgesetzt haben. Auch private Akteure agieren zunehmend vorsichtiger.
Händler berichteten, dass ESPO-Blend-Ölladungen noch Ende Oktober mit Abschlägen von lediglich 0,50 bis 1 US-Dollar pro Barrel unter dem ICE-Brent-Preis gehandelt wurden.
Die Vereinigten Staaten, unter Präsident Donald Trump, verhängten im Oktober Sanktionen gegen die russischen Öllieferanten Lukoil und Rosneft. Dies führte zu einem Nachfragerückgang nach russischem Öl, selbst bei den Hauptabnehmern Indien und China.
Händler erklärten zudem, dass ungewöhnlicherweise einige für Dezember vorgesehene ESPO-Blend-Ladungen bislang noch keinen Abnehmer gefunden haben.


















