Im Zuge der Neugestaltung der weltweiten Sportswear-Landschaft steht das deutsche Unternehmen Puma, das zwischen Adidas und Nike oft als schwächstes Glied gilt, offenbar im Fokus asiatischer Wettbewerber. Nach Informationen von Bloomberg wird Puma vom chinesischen Sportartikelkonzern Anta Sports umworben. Das Thema einer Übernahme beschäftigt den Markt bereits seit dem Ausstieg von Kering, das - wie schon andere Luxusgüterkonzerne zuvor - daran gescheitert ist, eine Brücke zwischen Luxussegment und Massenmode zu schlagen.
Nach einem Bericht von Bloomberg erwägt Anta Sports den Kauf der deutschen Marke Puma. Der in Hongkong börsennotierte Konzern hat einen Berater beauftragt, eine mögliche Offerte zu prüfen, und könnte sich mit einem Investmentfonds zusammenschließen. Auch andere Wettbewerber – darunter der chinesische Konzern Li Ning sowie das japanische Unternehmen ASICS – werden laut Agenturinformationen als potenzielle Interessenten genannt.
Die Spekulationen um eine Übernahme sind nicht neu und haben in den vergangenen Monaten bereits für starke Kursausschläge bei Puma gesorgt (+16 % am 25. August, +17 % am 17. September).
Artemis, die Holding der Familie Pinault (Kering) und Hauptaktionär von Puma mit 29 % der Anteile, hat erklärt, sämtliche Optionen zu prüfen. Im September hieß es aus mit der Angelegenheit vertrauten Kreisen gegenüber Reuters, dass ein Verkauf des Anteils zum damaligen Marktpreis ausgeschlossen sei. Vor Börseneröffnung – der Kurs startet mit einem kräftigen Plus von 12 % in den Handelstag – war Puma mit 2,5 Milliarden Euro bewertet. Kering hatte Puma 2018 im Rahmen der Fokussierung auf das Luxusgeschäft an Artemis abgegeben.
In einem äußerst kompetitiven Marktumfeld fällt es Puma schwer, mit den Branchenriesen Schritt zu halten. CEO Arthur Hoeld kündigte im Oktober ein Sanierungsprogramm an: weniger Rabatte, ein fokussierteres Marketing, eine gestraffte Produktpalette und der Abbau von 900 Arbeitsplätzen. Seit Jahresbeginn hat die Aktie rund 60 % an Wert verloren.
Anta verfügt über ein breites Markenportfolio, darunter die Eigenmarke Anta sowie Fila und Descente. Zudem ist der Konzern Hauptaktionär von Amer Sports, zu dessen Marken Salomon, Arc'teryx, Wilson, Peak Performance und Atomic zählen.
Die PUMA SE ist ein in Deutschland ansässiges Unternehmen, das sich mit dem Design, der Entwicklung, dem Verkauf und der Vermarktung von Sportschuhen, Bekleidung und Accessoires befasst. Zu den Geschäftsbereichen des Unternehmens zählen Europa, der Nahe Osten und Afrika (EMEA), Nord- und Lateinamerika sowie der asiatisch-pazifische Raum. Das Unternehmen bietet sowohl Performance- als auch Sportstyle-Produkte in sechs Geschäftsbereichen an: Teamsport, Running und Training, Basketball, Golf, Motorsport, Sportstyle, Accessoires und Lizenzierung. Das Unternehmen vertreibt Produkte der Marken PUMA und COBRA Golf über den Groß- und Einzelhandel sowie im Direktverkauf an Verbraucher in seinen Einzelhandelsgeschäften und Online-Shops. Das Unternehmen vermarktet und vertreibt seine Produkte weltweit vor allem über seine Tochtergesellschaften in rund 120 Ländern. Für verschiedene Produktsegmente, wie Parfüms, Brillen und Uhren, vergibt das Unternehmen Lizenzen, die unabhängige Partner zum Design, zur Entwicklung und zum Verkauf dieser Produkte berechtigen.
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Investment
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Gesamt
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Qualität der Veröffentlichungen
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ESG MSCI
ESG MSCI
Der MSCI-ESG-Score bewertet die Umwelt-, Sozial- und Governance-Leistung eines Unternehmens nach der Methodik von MSCI. Er ordnet das Unternehmen im Vergleich zu seinen Branchenkollegen auf einer Skala von CCC (sehr schwach) bis AAA (ausgezeichnet) ein. Dieser Score wird von Anlegern genutzt, um nicht-finanzielle Kriterien in ihre Entscheidungen einzubeziehen.