Private-Credit-Fonds haben mehr als ein Zehntel ihrer Kredite um mindestens 50% abgewertet. Dies geht aus neuen Daten von MSCI hervor, da Unternehmenskreditnehmer in diesem 3,5 Billionen Dollar schweren Markt mit wachsenden Schuldenlasten zu kämpfen haben.

MSCI gab in einem am Dienstag veröffentlichten Bericht an, dass eine Kreditbewertung von weniger als 50% 'ein Niveau ist, das typischerweise mit tiefer Notlage oder dem Risiko einer Restrukturierung verbunden ist'. Als einen Grund für die Schwierigkeiten der Kreditnehmer nannte MSCI eine anhaltende Phase relativ hoher Zinssätze. In den letzten Tagen haben große Akteure im Bereich Private Debt, darunter Carlyle, Blackstone und BlackRock, den Wert ihrer Kreditfonds gesenkt, während Regulierungsbehörden vor systemischen Risiken warnten, die durch die Kreditvergabe von Großbanken an diese Asset Manager entstehen.

Einige der wichtigsten Ergebnisse des MSCI-Berichts:

* Die Daten von MSCI zeigten, dass die Abschreibungen auf Kredite bei Private-Credit-Fonds den höchsten Stand seit der Zeit nach der COVID-19-Pandemie erreicht haben.

* Kleinere Private-Debt-Fonds verzeichneten laut MSCI die größten Schwierigkeiten bei den Kreditnehmern, wobei 13% ihrer Kredite nun mit weniger als 50 Cent pro Dollar bewertet werden.

* Die Abschreibungsdaten von MSCI wurden im dritten Quartal 2025 erhoben, den jüngsten verfügbaren Daten von Private-Credit-Fonds, die ihre Performance oft mit großer Zeitverzögerung melden.

* Die verzögerte Berichterstattung der Private-Debt-Fonds habe laut MSCI zu dem Trend beigetragen, dass Anleger Kapital aus börsennotierten Kreditvehikeln, den sogenannten Business Development Corporations (BDCs), abziehen.

* Die Renditen von Private-Debt-Fonds brachen im vierten Quartal 2025 auf 1,8% ein, verglichen mit 3,7% sechs Monate zuvor. Dies basiert auf der Berechnungsmethode von MSCI, die die Anlageperformance von den Geldern trennt, die Fonds von Anlegern erhalten oder an diese ausschütten.

* In einer den Bericht begleitenden Umfrage stellte MSCI fest, dass ein Drittel der Anleger angab, keinen Zugang zu Daten des Privatmarktes zu haben, denen sie voll vertrauen. (Berichterstattung durch Naomi Rovnick; Redaktion durch Keith Weir)