Die wirtschaftsrelevanten Themen aus den Medien, zusammengestellt von Dow Jones Newswires.
PHARMA-STANDORT - Bayer-Spitzenmanager Sebastian Guth fürchtet einen Verlust der Stellung Europas als Pharma-Standort. "Wenn Europa seine Position halten will, braucht es ein Umdenken: mehr Investitionen, stärkeren Patentschutz, bessere Rahmenbedingungen - und die Bereitschaft, für Innovation zu bezahlen", fordert der Chief Operating Officer von Bayer Pharmaceuticals im Interview der Börsen-Zeitung. Zwar besitze der Kontinent enormes Potenzial, in den vergangenen Jahren seien aber verstärkt strukturelle Schwächen und eine industriepolitische Zurückhaltung in den Vordergrund gerückt, durch die sich Marktzugänge verringert hätten und die Investitionsbereitschaft gesunken sei. "Das ist problematisch", sagt Guth. "Denn die Innovationskraft in anderen Märkten wie den USA, die natürlich mit einer enormen Kapitalmarktdynamik, aber auch mit einer extremen Talentdichte im Biotech-Sektor punkten, ist gewaltig." Auch China habe sich über das vergangene Jahrzehnt stark entwickelt. (Börsen-Zeitung)
METHAN - Die EU-Kommission hat den Mitgliedstaaten einen internen Leitfaden vorgelegt, wie sie Verstöße gegen die neue Methanverordnung ahnden sollen. Wie das sogenannte Non-Paper zeigt, das dem Spiegel vorliegt, sollen Strafen gegen Öl- und Gaskonzerne ausgesetzt, gestreckt oder verschoben werden dürfen, wenn sie die Energieversorgung gefährden könnten. Die Methanverordnung ist seit August 2024 in Kraft. Sie verpflichtet Konzerne, die Methanemissionen entlang der Lieferkette zu messen und zu reduzieren. Das bedeutet, dass etwa auch Firmen in den USA ihren Methanausstoß bei der Gasgewinnung reduzieren müssen, wenn sie das Gas nach Europa verkaufen wollen. (Spiegel)
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May 08, 2026 00:37 ET (04:37 GMT)


















