Die Porsche Automobil Holding SE (die Muttergesellschaft des Automobilimperiums Volkswagen AG / Porsche, nicht zu verwechseln mit der Tochtergesellschaft Porsche AG, die die gleichnamigen Sportwagen herstellt) hat einen mutigen Weg gefunden, um wieder Träume zu verkaufen (und vielleicht letztendlich auch noch etwas anderes).
Offiziell erfolgt der Schritt „vorsichtig“ und „fundiert auf einer soliden Finanzbasis“. Ziel ist es, sich zu einer „diversifizierten Investmentplattform“ zu entwickeln, nachdem die Holding „erhebliches Entwicklungspotenzial im Verteidigungs- und Sicherheitssektor“ identifiziert hat. Hinter den nüchternen Worten steckt die Realität: Die deutsche Autoindustrie steht unter Druck, während Berlin bereit ist, hunderte Milliarden Euro in die Modernisierung der Bundeswehr zu investieren. Das lenkt den Kapitalfluss in einen Sektor, der weit weniger anfällig ist für Faktoren wie Emissionsvorschriften, Zölle, Streiks, fragile Lieferketten oder den Wettbewerb durch chinesische E-Mobilität.
Seit dem Einmarsch russischer Panzer in die Ukraine vor dreieinhalb Jahren erlebt das Rüstungsgeschäft – besonders mit dem Label „Made in Germany“ – einen Aufschwung. Nicht aus nostalgischen Gründen, sondern infolge des haushaltspolitischen Kurswechsels der Bundesregierung, der Milliardeninvestitionen in deutsche Spitzentechnologie ermöglicht. „Unser Ziel ist es, unsere Präsenz in den Bereichen Verteidigung und zugehörige Technologien auszubauen und gleichzeitig unseren Fokus auf Mobilität und industrielle Technologien beizubehalten“, erklärte Porsche-SE-Präsident Hans Dieter Pötsch im Ankündigungsschreiben.
Zum Auftakt plant Porsche SE einen „Defence Day“, um deutsche und europäische Family Offices zusammenzubringen, die in das Thema einsteigen oder ihr Engagement ausbauen wollen.
Doch die Holding, die beteuert, ihren Schwerpunkt weiterhin in den Bereichen Mobilität und Industrie zu behalten, plant auch, jenseits dieser Plattform in die Rüstungsbranche zu investieren – sprich: wohl direkt. Bevorzugte Ziele? Satellitenüberwachung, Aufklärung und Sensortechnik, Cybersicherheit sowie Logistik- und Versorgungssysteme. Kampfpanzer mit 911-Turbo-Logo sind zwar noch nicht in Planung – aber man weiß ja nie.
NB: Die Abbildung wurde mit Hilfe von KI erstellt.




















