Porsche-Chef Oliver Blume hat Verhandlungen über eine weitere Runde von Kostensenkungsmaßnahmen eingeleitet, um dem deutschen Autobauer zu helfen, die Herausforderungen in China sowie den Zollstreit mit den USA zu bewältigen. Das geht aus einem Schreiben hervor, das Reuters am Freitag einsehen konnte.
"In der zweiten Hälfte des Jahres 2025 werden Arbeitgeber- und Arbeitnehmervertreter ein zweites Strukturpaket verhandeln, um die langfristige Leistungsfähigkeit des Unternehmens zu sichern", heißt es in einem Auszug des Schreibens, das an die Führungsspitze des Unternehmens verschickt wurde.
"Unser Geschäftsmodell, das uns über viele Jahrzehnte hinweg gute Dienste geleistet hat, funktioniert in seiner jetzigen Form nicht mehr", schrieb Blume.
Blume, der bereits im März bei der Präsentation der Porsche-Jahreszahlen für 2024 zusätzliche Einsparungen angekündigt hatte, machte in dem Schreiben keine Angaben zu möglichen konkreten Sparmaßnahmen.
Porsche, das bei seinem Börsengang 2022 höher bewertet wurde als die Muttergesellschaft Volkswagen AG, ist seitdem in Ungnade gefallen und hat insbesondere mit schwachen Verkaufszahlen in China zu kämpfen.
Auch in den USA steht Porsche vor Schwierigkeiten: Seit April gelten Einfuhrzölle von 27,5 Prozent auf Fahrzeuge. Porsche verfügt über keine Produktionsstätten in den USA und importiert seine Fahrzeuge ausschließlich aus Europa.
Zu Beginn des Jahres hatte Porsche angekündigt, bis 2029 rund 1.900 der etwa 40.000 Arbeitsplätze abzubauen, nachdem die Verträge von 2.000 Zeitarbeitskräften nicht verlängert worden waren.





















