Die polnische Wettbewerbsbehörde UOKiK hat eine Untersuchung gegen die Supermarktkette Dino Polska und vier Transportunternehmen eingeleitet. Es besteht der Verdacht auf illegale Absprachen, die Lkw-Fahrer daran gehindert haben könnten, den Arbeitgeber zu wechseln, wie die Behörde am Dienstag mitteilte.

Der Fall reiht sich ein in eine Serie von Ermittlungen der UOKiK zu sogenannten 'No-Poach'-Vereinbarungen (Abwerbeverboten) bei polnischen Einzelhandelsketten und deren Logistikdienstleistern. Zuvor wurden bereits Verfahren gegen die Biedronka-Kette von Jeronimo Martins sowie Voruntersuchungen zu den Praktiken von Lidl eingeleitet.

Dino Polska reagierte nicht unmittelbar auf eine Anfrage von Reuters zur Stellungnahme.

o Die vier von der UOKiK genannten Transportunternehmen bedienen die Logistikzentren von Dino Polska

o Gegen fünf Einzelpersonen wurden ebenfalls Vorwürfe erhoben, darunter drei Manager von Dino Polska

o Die UOKiK vermutet, dass Dino Polska das mutmaßliche System organisiert hat, indem kontrolliert wurde, welche Fahrer die Verteilzentren betreten durften, und Ausnahmen von der Abwerbevereinbarung genehmigt wurden

o Unternehmen, denen eine Beteiligung an einer wettbewerbswidrigen Absprache nachgewiesen wird, drohen Geldbußen von bis zu 10 % des Jahresumsatzes

o Einzelnen Managern drohen Strafen von bis zu 2 Millionen Zloty (550.464 $)

($1 = 3,6333 Zloty)