Pinterest hat am Dienstag eine Umsatzprognose für das vierte Quartal vorgelegt, die leicht unter den Erwartungen der Wall Street liegt. Dies deutet auf einen intensiven Wettbewerb mit größeren Plattformen wie Meta während der wichtigen Feiertagssaison hin und ließ die Pinterest-Aktie im nachbörslichen Handel um mehr als 20 % fallen.
Das Unternehmen rechnet mit einem Quartalsumsatz zwischen 1,31 Milliarden und 1,34 Milliarden US-Dollar. Der Mittelwert dieser Spanne liegt damit unter der durchschnittlichen Analystenschätzung von 1,34 Milliarden US-Dollar, wie aus Daten von LSEG hervorgeht.
„Wir haben im dritten Quartal in den USA und Kanada eine zurückhaltende Werbenachfrage festgestellt, da große US-Händler angesichts der aktuellen Lage mit zollbedingtem Margendruck zu kämpfen haben“, erklärte Finanzchefin Julia Donnelly.
Die Ergebnisse von Pinterest folgen auf die Berichte digitaler Werbe-Schwergewichte wie Alphabet (Google-Mutterkonzern), Meta und Reddit, die alle dank starker Werbeausgaben ein erfreuliches Umsatzwachstum im dritten Quartal verzeichneten.
Größere Plattformen wie TikTok sowie Metas Instagram und Facebook bleiben für Werbetreibende die bevorzugte Wahl - nicht zuletzt wegen ihrer enormen Nutzerzahlen und fortschrittlicher KI-Tools zur Kampagnenerstellung.
Pinterest berichtete, dass im dritten Quartal die Ausgaben asiatischer E-Commerce-Händler in den USA weiterhin niedriger ausfielen, nachdem die sogenannte „de minimis“-Ausnahme aufgehoben wurde. Allerdings sei im Vergleich zum Vorquartal eine „teilweise Erholung“ zu beobachten gewesen.
Das Ende der US-Zollbefreiung für Importwaren mit geringem Wert aus China und Hongkong hat dazu geführt, dass einige chinesische Händler wie Temu und Shein ihre Marketingbudgets anpassten.
Pinterests Zahl der monatlich aktiven Nutzer steigt weltweit stetig an und erreichte im dritten Quartal mit 600 Millionen einen neuen Höchststand.
„Die Herausforderung besteht nun darin, zu beweisen, dass diese neuen Nutzer genauso gut monetarisiert werden können wie die nordamerikanischen Zielgruppen. Das wird schwierig und realistisch betrachtet Zeit benötigen“, so Jeremy Goldman, Senior Director of Briefings bei Emarketer.
Der Umsatz stieg im dritten Quartal um 17 % auf 1,05 Milliarden US-Dollar und erreichte damit wieder das milliardenschwere Umsatzniveau, das erstmals im Weihnachtsquartal 2024 erzielt wurde.
Der bereinigte Gewinn je Aktie lag im Quartal bis zum 30. September bei 38 US-Cent und verfehlte damit die Analystenschätzungen von 42 US-Cent.



















