Als Vorreiter bei sogenannten „Next Generation Products“ (NGPs) – also rauchfreien Tabakerzeugnissen – liegt Philip Morris deutlich vor seinen Wettbewerbern: Diese Produktkategorie macht mittlerweile 41 % des konsolidierten Konzernumsatzes aus. Maßgeblich dafür sind unter anderem das Tabakerhitzungssystem IQOS, die Vapes der Marke Veev sowie die oralen Nikotinprodukte Zyn, die mit der Übernahme von Swedish Match ins Portfolio kamen und sich insbesondere in Nordamerika großer Beliebtheit erfreuen.
In den ersten neun Monaten des laufenden Jahres legten die Umsätze im Segment der rauchfreien Produkte erneut um 16 % zu, der Bruttogewinn stieg um 23,3 %. Im Segment mit klassischen Tabakprodukten – also Zigaretten – wuchsen die Umsätze um 2,2 %, der Bruttogewinn um 5,1 %. Insgesamt ergibt sich daraus ein operativer Gewinn von 11,5 Milliarden US-Dollar – nach 10,1 Milliarden im Vorjahreszeitraum.
Trotz des anhaltenden strukturellen Volumenrückgangs im Tabakmarkt gelingt es Philip Morris weiterhin, die Preise zu erhöhen und Marktanteile zu gewinnen. Hinzu kommt eine außerordentlich solide Bilanz, sodass sich das Unternehmen in nahezu jeder Hinsicht in einer deutlich besseren Position befindet als seine Wettbewerber.
Der Analystenkonsens rechnet für das Jahr 2025 mit einem freien Cashflow von 10,3 Milliarden US-Dollar – wobei die Experten von MarketScreener davon ausgehen, dass diese Prognose sogar übertroffen werden könnte. Für 2026 wird ein Cashflow von 13 Milliarden US-Dollar erwartet – eine deutlich realistischere Schätzung. Daraus ergibt sich ein Bewertungsmultiplikator von 24 bzw. 19 auf den erwarteten Gewinn der Jahre 2025 bzw. 2026.
Diese starke operative Entwicklung verschafft Philip Morris weiterhin einen deutlichen Bewertungsaufschlag gegenüber dem direkten Konkurrenten British American Tobacco. Auch dieser konnte sich zuletzt aus der eigenen Börsenlähmung lösen – allerdings ist sein operativer Gewinn in den letzten fünf Jahren deutlich gesunken, während jener von Philip Morris gestiegen ist. Zudem fehlt es dem Produktportfolio von British American Tobacco im Bereich der neuen Tabakerzeugnisse an Attraktivität.
Bereits im vergangenen Jahr hatte MarketScreener unter Berufung auf mit dem Vorgang vertraute Personen berichtet, dass Philip Morris eine Abspaltung des klassischen Verbrennungsgeschäfts bis spätestens 2030 vorbereitet. Dieses Vorhaben könnte jedoch deutlich früher realisiert werden. Eine solche Transaktion würde das ESG-Profil des Konzerns erheblich verbessern – bliebe doch ausschließlich das wachstumsstarke Geschäft mit rauchfreien Produkten im Konzern.

















