Das britische Pfund hat gegenüber dem US-Dollar leicht zugelegt und zeigte sich gegenüber dem Euro nahezu unverändert, während Anleger gespannt auf das Ergebnis der Sitzung der US-Notenbank (Federal Reserve) warteten, das im Laufe des Tages bekannt gegeben werden soll. Zudem stehen am Freitag Daten zum britischen Wirtschaftswachstum an.
Der US-Dollar gab gegenüber dem Euro und dem Yen nach, da Marktteilnehmer mit einer sogenannten ,,hawkish" Zinssenkung der Fed rechnen.
Das Pfund stieg um 0,10 % gegenüber dem Dollar auf 1,3313 US-Dollar. In der vergangenen Woche hatte es mit 1,3385 US-Dollar den höchsten Stand seit dem 21. Oktober erreicht.
Seit der Haushaltsrede von Finanzministerin Rachel Reeves am 26. November hat die Währung etwa 1 % an Wert gewonnen.
,,Das Pfund erlebte nach dem Haushalt eine Erleichterung", sagte Francesca Fornasari, Leiterin der Währungsabteilung bei Insight Investment, und argumentierte, dass ,,eine große Menge an schlechten Nachrichten bereits vor dem 26. November in die Märkte eingepreist war".
,,Mit Blick nach vorn werden wir wohl positive Nachrichten zum Wachstum benötigen, damit das Pfund seine europäischen Pendants übertrifft", fügte sie hinzu.
Einige Analysten verwiesen zudem auf die leicht positiven Revisionen der Einkaufsmanagerindizes (PMI) in der vergangenen Woche, was darauf hindeutet, dass die britische Wirtschaft nicht in dem Maße abkühlt, wie es Marktteilnehmer befürchtet hatten.
Einige Unternehmen gaben an, dass Unsicherheiten im Zusammenhang mit dem Haushalt von Finanzministerin Rachel Reeves am 26. November sie dazu veranlasst hätten, Investitionen in neue Projekte zu verschieben.
Die Einschätzungen der Analysten zur Wachstumsperspektive des Vereinigten Königreichs blieben gemischt.
,,Die Aussichten auf ein schwächeres Wachstum im Vereinigten Königreich deuten darauf hin, dass die Bank of England die Märkte mit mehr Zinssenkungen überraschen könnte, als derzeit eingepreist sind", sagte Mark Dowding, Chief Investment Officer bei RBC BlueBay Asset Management.
Die Zahlen zum Bruttoinlandsprodukt werden am Freitag erwartet.
Die Anleger warten zudem auf die Zinsentscheidung der Bank of England in der kommenden Woche. Die Mitglieder des geldpolitischen Ausschusses äußerten sich am Dienstag unterschiedlich zur geldpolitischen Ausrichtung, was darauf hindeutet, dass weiterhin Uneinigkeit im Ausschuss herrscht.
Händler preisen Zinssenkungen der Bank of England um 50 Basispunkte bis zum kommenden Sommer ein und sehen eine Wahrscheinlichkeit von rund 90 % für eine Zinssenkung bereits in der nächsten Woche.
Der Euro legte gegenüber dem Pfund um 0,02 % auf 87,43 Pence zu. Am Dienstag hatte er mit 87,21 Pence den niedrigsten Stand seit dem 24. Oktober erreicht.
Der Geldmarkt hat zuletzt die Erwartungen an mögliche Zinssenkungen der Europäischen Zentralbank zurückgenommen, was den Euro unterstützte.




















