Das staatliche brasilianische Unternehmen Petrobras hat einen Anteil von 42,5 % an einem Ölexplorationsfeld vor der Küste Namibias erworben. Damit will Petrobras neue Explorationsgebiete in Afrika erschließen, um seine Ölreserven aufzufüllen.

Die Transaktion erfolgte in Partnerschaft mit TotalEnergies, das ebenfalls einen Anteil von 42,5 % erwarb und das Asset betreiben wird, wie Petrobras in einer Mitteilung an die Börsenaufsicht bekanntgab, ohne den Wert der Transaktion zu nennen. 

"Dieser Erwerb markiert die Rückkehr von Petrobras nach Namibia und steht im Einklang mit der langfristigen Strategie des Unternehmens", erklärte das brasilianische Unternehmen und fügte hinzu, dass dieser Schritt auch mit dem Geschäftsplan für 2026-2030 übereinstimme.

Petrobras-CEO Magda Chambriard sagte letztes Jahr gegenüber Reuters, dass das Unternehmen Afrika zu seiner wichtigsten Entwicklungsregion außerhalb Brasiliens machen wolle, um die Reserven zu erhöhen. Dabei nannte sie Länder wie Namibia, Angola und Nigeria.

Dies bedeutete eine Strategieänderung unter dem linken Präsidenten Luiz Inácio Lula da Silva. Unter früheren Regierungen hatte Petrobras Vermögenswerte in Afrika verkauft, um sich auf ertragreiche Gebiete in den brasilianischen Prä-Salt-Feldern zu konzentrieren.

Im Rahmen des Namibia-Geschäfts werden, so Petrobras, Eight und Namcor Exploration and Production Anteile von 5 % beziehungsweise 10 % an dem Block halten, während Maravilla Oil & Gas seinen Anteil verkauft.