Ein Pendlerzug ist am Dienstag entgleist, nachdem eine Stützmauer infolge heftiger Regenfälle auf die Gleise nahe der spanischen Stadt Barcelona gestürzt war. Dabei kam der Lokführer ums Leben, vier Fahrgäste wurden schwer verletzt, wie ein Sprecher der Feuerwehr mitteilte.

Der Unfall ereignete sich nur zwei Tage nach einer Kollision und Entgleisung eines Hochgeschwindigkeitszugs nahe Adamuz in der südlichen Provinz Córdoba, bei der 42 Menschen ums Leben kamen.

Claudi Gallardo, Inspektor der Regionalfeuerwehr Katalonien, sagte in Fernsehäußerungen vom Unglücksort, dass 37 Menschen verletzt wurden, davon vier schwer, und der Lokführer ums Leben gekommen sei. Alle Fahrgäste seien aus dem Zug geborgen worden.

   Zwanzig Krankenwagen wurden nach Angaben der Rettungsdienste zusammen mit 38 Feuerwehrfahrzeugen zum Unglücksort in Gelida am Stadtrand von Barcelona entsandt.

Das Unglück ereignete sich in einem Gebiet, das seit langem unterfinanzierten Bahnverbindungen und häufigen Zwischenfällen ausgesetzt ist.

In einem separaten Vorfall am Dienstagabend wurde der Bahnverkehr zwischen Blanes und Maçanet-Massanes südlich der Stadt Girona – ebenfalls Teil des S-Bahn-Netzes von Barcelona – unterbrochen, „aufgrund einer Achse, die aus den Schienen gesprungen ist“, wie der spanische Bahnbetreiber Adif in einer Mitteilung auf X erklärte.