Auch das Außenministerium äußerte sich besorgt über die am Montag erfolgte, lang erwartete Aktualisierung der Liste durch das US-Verteidigungsministerium. Darunter finden sich prominente Technologie-Namen wie der E-Commerce-Riese Alibaba, der Suchmaschinenbetreiber Baidu sowie die Automobilhersteller BYD und NIO.
Die Liste umfasst zudem die weltweit größten Hersteller von Solarmodulen: Trina Solar und JA Solar Technology.
Aufgeführt ist ein breites Spektrum führender chinesischer Technologieunternehmen, die für den Ausbau der militärischen und industriellen Stärke Pekings von zentraler Bedeutung sind. Dies spiegelt die Sicherheitsbedenken Washingtons inmitten des intensiven geopolitischen Wettbewerbs zwischen den beiden Nationen wider.
„China ist zutiefst unzufrieden und lehnt dies entschieden ab“, erklärte das Handelsministerium in einer Stellungnahme. „China fordert die USA auf, ihre fehlerhaften Praktiken unverzüglich einzustellen, die entsprechenden Maßnahmen sofort zurückzunehmen und auf den richtigen Weg zum Aufbau einer konstruktiven, strategischen und stabilen Beziehung zwischen China und den USA zurückzukehren.“
Sollten chinesische Unternehmen nicht fair behandelt werden, werde Peking „unweigerlich entschlossen und mit Nachdruck reagieren“.
Die Aktualisierung des Pentagons ersetzt eine Liste vom Jahresbeginn 2025 und erfolgt einen Monat nach dem Treffen der Präsidenten Donald Trump und Xi Jinping in Peking, bei dem ein fragiler Waffenstillstand im Handelskrieg aufrechterhalten wurde.
In der Erklärung des Ministeriums hieß es weiter, der Schritt des Pentagons habe den zwischen den beiden Staatschefs erzielten „Konsens ignoriert“.
Nach US-Recht wird es dem Verteidigungsministerium ab 2027 untersagt sein, direkte Verträge mit den auf der Liste stehenden Unternehmen abzuschließen. Zudem wird der Erwerb ihrer Produkte oder Dienstleistungen über Dritte eingeschränkt.


















