Gegen 10:30 Uhr verzeichnet der CAC40 einen Rückgang von etwa 0,4% auf rund 8300 Punkte, während der paneuropäische Stoxx Europe 600 um mehr als 0,2% zulegt, nachdem der amerikanische S&P 500 am Vortag mit einem Minus von 0,5% geschlossen hatte.

Der Pariser Markt tut sich schwer, die seit Wochenbeginn anhaltende Konsolidierungsbewegung zu beenden, vor dem Hintergrund wiederaufkommender geopolitischer Spannungen und zunehmender Zweifel an der Unabhängigkeit der Fed.

„Geopolitik, die Glaubwürdigkeit der Wirtschaftspolitik, wirtschaftliche Unsicherheiten und die beobachtete Rotation im Bereich der KI sind alles Faktoren, die die Märkte im Jahr 2026 beeinflussen könnten“, warnt Charu Chanana, Investmentchefin bei Saxo.

Ihr zufolge sollte man „ein Portfolio vermeiden, das sich auf nur eine Dynamik stützt: etwa eine Stabilität des Öls, nur ein Zinsszenario, nur einen Anlagestil bei Aktien oder nur ein Segment im Bereich KI“.

Die Berichtssaison für das vierte Quartal setzt sich heute mit den Veröffentlichungen von Morgan Stanley, Goldman Sachs und BlackRock fort – ein Thema, das die Marktteilnehmer ebenfalls zu einer gewissen Vorsicht veranlassen könnte.

„Man muss sagen, dass wir mit besonders hohen Erwartungen in diese Berichtssaison gehen, mit Aufwärtsrevisionen und insgesamt sehr positiven Aussichten, entgegen der historischen Tendenzen“, so Danske Bank.

Im wirtschaftlichen Kalender richten die Märkte heute ihre Aufmerksamkeit auf die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe und den „Empire State“-Index in den USA, nach der Industrieproduktion in Europa gegen 11:00 Uhr.

Unterdessen ist zu vermerken, dass die Verbraucherpreise in Frankreich im Dezember 2025 um 0,8% gestiegen sind und sich damit gegenüber +0,9% im November laut Insee, das damit seine vorläufige Schätzung bestätigt, leicht verlangsamt haben.

Im Vereinigten Königreich stieg die Industrieproduktion im November im Vergleich zum Vormonat um 1,1%, nachdem sie im Oktober um 1,3% zugelegt hatte, während das Handelsdefizit um 1,2 Milliarden Pfund auf 18,9 Milliarden zurückging.

Bei den Einzelwerten in Paris gewinnt Société Générale fast 1%, unterstützt von Morgan Stanley, die weiterhin mit „Overweight“ votieren und das Kursziel für die Bankaktie von 69 auf 83 Euro angehoben haben.

Andernorts in Europa verliert Richemont 3% und Geberit gibt in Zürich nach ihren jeweiligen Geschäftsberichten fast 4% ab, während Ericsson in Stockholm nach einem Stellenabbauplan von 1600 Jobs in Schweden um mehr als 1% zulegt.