Trotz eines scheinbar ruhigen Umfelds bleiben die Bewegungen innerhalb der Pariser Notierungen ausgeprägt, was auf eine hohe Volatilität und zahlreiche Umschichtungen hinweist. So gewinnen Eiffage und Thales jeweils 4%, gefolgt von Vinci mit +3,1%. Erwähnenswert ist der Rückgang im Luxussegment mit -4,7% für Kering und -2,6% für LVMH.
In Europa zeigt sich das Bild gemischter: London verliert 0,5% (dabei unter anderem +2,3% für Vodafone und -2,7% für BP), während Frankfurt um 0,4% zulegt, angeführt von Heidelberg Materials (+2,4%), E.ON (+2,1%) und Siemens (+2,1%).
Zu den größten Bewegungen in Europa zählt Exail Technologies mit einem Plus von nahezu 8%, nachdem zwei neue Aufträge für seine Oberflächendrohne DriX H-9 bekanntgegeben wurden, einer davon von einer bedeutenden Marine, der andere vom SHOM.
Uniper (+7%) springt nach dem Start des Verkaufsprozesses für das Helium-Geschäft nach oben. Diese Maßnahme, von der Europäischen Kommission im Rahmen des staatlichen Rettungsplans gefordert, gilt als weiterer Schritt zur Fokussierung und Vereinfachung des Konzerns.
Beachtenswert ist der Rückgang von Redcare Pharmacy (-8%) nach einem im vierten Quartal unter den Erwartungen gebliebenen Umsatz. Der Rückgang bei Nichtverschreibungspflichtigen Medikamenten, obwohl Grippesaison herrscht, überwiegt das starke Wachstum bei E-Rezepten und veranlasst den Markt, die Aktie vorbörslich abzustrafen.
Ebenfalls in den Unternehmensnachrichten: Technip Energies (-1,8%) hat zwei große Aufträge von Bharat Petroleum Corporation Limited (BPCL) für Schlüsselprojekte in den Raffinerien von Bina (Bundesstaat Madhya Pradesh) und Mumbai (Bundesstaat Maharashtra) in Indien gewonnen. Das Auftragsvolumen liegt zwischen 250 und 500 Millionen Euro.
Hoffmann Green Cement Technologies (+8%) meldet für 2025 ein historisches Produktionsvolumen. Im laufenden Jahr setzte das Unternehmen 50.700 Tonnen CO2-reduzierten Zement ab, das entspricht einer Verdreifachung gegenüber 2024 (16.269 Tonnen) – trotz eines in Frankreich weiterhin von Zurückhaltung geprägten Baumarkts.

"Die ersten drei Handelstage des Jahres markierten eine echte Ausweitung der laufenden Börsenrallye", analysieren die Experten der Danske Bank. Während die Märkte noch die US-Intervention in Venezuela und den Sturz des Maduro-Regimes verarbeiten, hoffen manche Beobachter auf eine rasche Wiederaufnahme der Ölförderung in Caracas.
"Wir erwarten jedoch eine langsamere und komplexere Erholung der Exporte, bedingt durch anhaltende operative Einschränkungen, rechtliche Blockaden und mehrere Jahre mangelnder Investitionen im Sektor", erklären die Experten von Neuberger Berman.
"Selbst bei einer Lockerung der US-Politik und größeren Ausnahmeregelungen für den Export ist ein unmittelbarer Zustrom an Öl kaum vorstellbar", fügen sie hinzu.
Vor diesem Hintergrund notiert das schwarze Gold in London bei 60,3 USD je Barrel (-0,3%). Der Euro bleibt gegenüber dem US-Dollar stabil bei 1,168 USD.

Auf der Statistikseite haben die Anleger einen Anstieg der Arbeitslosigkeit in Deutschland zur Kenntnis genommen: Mit Beginn der Winterferien stieg die Zahl der Arbeitslosen im Dezember 2025 sequenziell um 23.000 auf insgesamt 2.908.000. Saisonbereinigt nahm sie gegenüber dem Vormonat um 3.000 zu.
In Frankreich steigt das Verbrauchervertrauen im Dezember 2025 laut dem synthetischen Indikator des Insee leicht um einen Punkt auf 90, bleibt aber unter seinem langfristigen Durchschnitt (100).
Im weiteren Tagesverlauf werden die Märkte den ISM-Index für den Dienstleistungssektor erwarten, der weitere Einblicke in die Verfassung der US-Wirtschaft gibt. Das Bild wird durch die ADP- und JOLTS-Umfragen zum Arbeitsmarkt ergänzt.

In der Eurozone stehen die vorläufigen Inflationszahlen für den Monat Dezember im Fokus der Aufmerksamkeit.