Kanada und Indien stehen kurz davor, ein Exportabkommen im Wert von etwa 2,8 Milliarden US-Dollar abzuschließen, berichtete die Globe and Mail am Montag unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen.
Dem Bericht zufolge soll das Abkommen, das den Export von Uran aus Kanada nach Indien vorsieht, eine Laufzeit von zehn Jahren haben, sofern es finalisiert wird. Der kanadische Konzern Cameco Corp soll dabei als Lieferant des Urans fungieren. Das Geschäft könnte Teil einer umfassenderen nuklearen Zusammenarbeit zwischen den beiden Ländern sein, heißt es weiter.
Die indische Regierung, das indische Handelsministerium, die kanadische Regierung sowie das kanadische Handelsministerium reagierten zunächst nicht auf Anfragen von Reuters. Reuters konnte den Bericht bislang nicht unabhängig verifizieren.
Der kanadische Premierminister Mark Carney traf am Sonntag am Rande des G20-Gipfels in Johannesburg, Südafrika, zu Gesprächen mit dem indischen Premierminister Narendra Modi zusammen.
Die indische Regierung teilte am Sonntag mit, dass beide Länder vereinbart haben, die ins Stocken geratenen Verhandlungen über ein neues Handelsabkommen wieder aufzunehmen, nachdem die Gespräche vor zwei Jahren infolge diplomatischer Spannungen unterbrochen wurden.
,,Die Regierungschefs einigten sich darauf, Verhandlungen über ein umfassendes, ambitioniertes Wirtschaftspartnerschaftsabkommen (CEPA) zu beginnen, mit dem Ziel, das bilaterale Handelsvolumen bis 2030 auf 50 Milliarden US-Dollar zu verdoppeln", hieß es in einer Erklärung aus dem Büro des indischen Premierministers.


















