Das Unternehmen gab an, dass diese Bemühungen, die auf Ende 2025 und Anfang 2026 zurückgehen, offenbar kaum oder gar keine Wirkung zeigten. Dennoch sei dies ein weiteres Indiz dafür, wie zentral generative KI für digitale Einflusskampagnen wird - selbst für solche, die sich gegen die KI-Unternehmen selbst richten.
Die chinesische Botschaft in Washington reagierte nicht unmittelbar auf eine E-Mail mit der Bitte um Stellungnahme.
OpenAI teilte mit, eine Gruppe chinesischsprachiger Nutzer entlarvt zu haben, die ChatGPT nutzten, um Slogans und Karikaturen zu entwerfen, die Trumps Handels- und Technologiepolitik kritisierten und später auf X gepostet wurden. Die Karikaturen zeigten Trump, wie er auf der Weltbühne disruptiv agierte, indem er beispielsweise mit einem Hammer auf eine Wand mit der Aufschrift 'Global Future' einschlug oder an einer Leiter sägte, auf der er selbst stand. Dieselbe Gruppe nutzte die Plattform auch, um chinesische Kommentare für die Kommentarspalten chinesischsprachiger Artikel sowie Inhalte auf Italienisch und Japanisch zu generieren.
Der Eigentümer von X, xAI, reagierte nicht sofort auf eine Anfrage per E-Mail. OpenAI gab an, eine weitere Nutzergruppe zu einem chinesischen Technologieunternehmen zurückverfolgt zu haben, das für die Regierung tätig ist, nannte jedoch nicht den Namen der Firma. Diese Gruppe habe versucht, in die Debatten über KI und Rechenzentren einzugreifen - ein hochemotionales Thema in Amerika, wo mehr als ein Dutzend Bundesstaaten Beschränkungen für deren Bau prüfen oder bereits eingeführt haben.
Von OpenAI geteilte Beispielkarikaturen stellten die Branche als gierige Profiteure dar, deren Stromverbrauch den einfachen Bürgern schaden würde.
Ben Nimmo, leitender Ermittler bei OpenAI, erkärte gegenüber Journalisten, dass die Operationen darauf abzuzielen schienen, eine 'legitime Debatte über die amerikanische KI und die breitere US-Technologiepolitik' zu manipulieren. Unter diesen Umständen sei es besonders ironisch, dass sie versucht hätten, amerikanische KI dafür einzusetzen.
Obwohl die Einflussoperationen anscheinend ins Leere liefen, ist der Einsatz von KI-gestützter Propaganda eine weitere Illustration dafür, wie allgegenwärtig KI-generierte Bilder geworden sind, selbst in Propaganda, die der Branche kritisch gegenübersteht. Letzte Woche berichtete das Fachmagazin 404 Media, dass digitale Content-Farmen KI-generierte Bilder nutzten, um Memes gegen Rechenzentren zu produzieren. (Berichterstattung durch Raphael Satter; Redaktion durch Chizu Nomiyama)




















