Omnicom gab am Montag bekannt, mehr als 4.000 Arbeitsplätze abzubauen und mehrere bekannte Werbeagenturen nach der Übernahme des Rivalen Interpublic Group (IPG) für 13 Milliarden US-Dollar in bestehende Strukturen zu integrieren.

Die Werbebranche steht vor erheblichen Herausforderungen, da künstliche Intelligenz die kreative Produktion grundlegend verändert und Technologiekonzerne wie Meta Unternehmen die Moglichkeit bieten, Werbeanzeigen schneller und in großeren Mengen zu produzieren.

Omnicoms strategisch bedeutende Übernahme der Interpublic Group, die im November abgeschlossen wurde, soll dem Konzern neuen Schwung in einem sich wandelnden Markt verschaffen, in dem er sich einem intensiven Wettbewerb mit dem franzosischen Werberiesen Publicis und dem britischen Konkurrenten WPP gegenübersieht.

Das Unternehmen teilte mit, dass die Kreativagentur DDB, gegründet 1949, sowie die Kreativmarketing-Agentur MullenLowe in Omnicoms TBWA integriert werden.

FCB, eines der weltweit großten Agenturnetzwerke im Besitz von IPG mit Wurzeln bis ins Jahr 1873, wird in Omnicoms BBDO aufgehen.

Omnicom erklärte, dass die Stellenkürzungen im Rahmen der IPG-Integration erfolgen werden, wobei der Schwerpunkt auf administrativen Positionen liegt, jedoch auch einige Führungskräfte betroffen sein werden.

Nach den Kürzungen werden laut Unternehmen etwa 85 % der verbleibenden Stellen kundenorientiert sein, während 15 % administrative Aufgaben umfassen.

Die finanziellen Vorteile werden die ursprünglich den Investoren in Aussicht gestellten jährlichen Kosteneinsparungen von 750 Millionen US-Dollar übersteigen.

"Wir werden diese Nachricht so schnell wie moglich übermitteln, um Transparenz und den Schutz der Privatsphäre der Betroffenen zu gewährleisten", so Omnicom.

Der Werbekonzern betonte, dass die Maßnahmen im Kontext ähnlicher Restrukturierungen bei Wettbewerbern wie WPP zu sehen sind, wo unter der neuen Chefin Cindy Rose ebenfalls Stellenstreichungen erwartet werden.

Laut einer behordlichen Meldung hat Interpublic Group in den ersten neun Monaten des Jahres 2025 rund 3.200 Stellen abgebaut. Omnicom reduzierte im vergangenen Jahr seine Belegschaft um 3.000 auf etwa 75.000 Mitarbeiter.

"Werbe- und Technologiesektoren schrumpfen derzeit. Es ist ein schwieriger Arbeitsmarkt. Diese Ankündigung verschärft die Situation noch weiter", sagte eMarketer-Analyst Ross Benes.

Die Financial Times berichtete bereits früher am Montag über die Entwicklungen.