Die Terminkontrakte der Referenzsorte Brent stiegen im asiatischen Handel um rund 1 % auf 101 Dollar pro Barrel, während die europäischen Aktienfutures um 0,8 % nachgaben. FTSE-Futures fielen um 0,7 %, während S&P 500-Futures um 0,3 % zulegten. [.N]
Händler blickten mit Sorge auf die Verluste der Labour-Partei bei den britischen Wahlen, die den Druck auf Premierminister Keir Starmer erhöhen könnten, wenngleich das Pfund Sterling stabil bei 1,3575 Dollar notierte. [GBP/]
Die Vereinigten Staaten und der Iran gerieten im Golf aneinander, und die VAE wurden erneut angegriffen, was einen einmonatigen Waffenstillstand auf die Probe stellte. Die Kriegsparteien spielten die Lage jedoch herunter, was bei den Anlegern die Hoffnung auf eine Beilegung aufrechterhielt.
'Der Fokus liegt weiterhin auf der Stärke der aus den USA gemeldeten Unternehmensgewinne', sagte Kerry Craig, globaler Marktstratege bei J.P. Morgan Asset Management.
Er fügte hinzu, dass die Märkte auch durch die Bemühungen beider Lager ermutigt wurden, eine vorübergehende Vereinbarung zu treffen, um den Verkehr durch die Straße von Hormus zu ermöglichen, während über ein umfassenderes Friedensabkommen verhandelt wird.
Die asiatischen Aktienmärkte, die dank starker Umsätze und Investitionspläne der US-KI-Hyperscaler - was für die Chiphersteller der Region enorme Gewinne bedeutet - kräftig zugelegt hatten, gaben von ihren Rekordhochständen nur vergleichsweise geringfügig nach.
Der breiteste MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans fiel um 0,9 %, wobei der südkoreanische KOSPI nur um 0,1 % nachgab. Letzterer steuert dank der Kursrallies bei Samsung und SK Hynix auf ein Wochenplus von mehr als 13 % zu - das größte seit 2008.
Der taiwanesische Leitindex legte in dieser Woche um 7 % zu, und der japanische Nikkei stieg um 5,2 %.
Die Devisenmärkte zeigten sich weitgehend stabil, wobei sich der Dollar von seinen jüngsten Tiefstständen erholte und der Yen im Fokus stand. Japan intervenierte während der Feiertage Anfang Mai am Devisenmarkt, um weitere Kursverluste der angeschlagenen Währung abzuwehren, wie eine mit der Angelegenheit vertraute Quelle gegenüber Reuters erklärte. [FRX/]
Der Euro notierte bei 1,1736 Dollar, der Aussie bei 0,7221 Dollar. Der Yen lag bei 156,8 pro Dollar, nachdem er Mühe hatte, Gewinne jenseits der Marke von 155 zu halten. Zuvor war es infolge mutmaßlicher Interventionen im Umfang von fast 70 Milliarden Dollar seit vergangenem Donnerstag zu Kurssprüngen gekommen.
Chinas Yuan, die asiatische Währung mit der besten Performance seit Ausbruch des Krieges, steht kurz davor, die Marke von 6,8 zum Dollar zu durchbrechen und notiert nahe seinem stärksten Stand seit 2023.
US-ARBEITSMARKT UND BRITISCHE WAHLEN IM BLICKPUNKT
Anleger warten gespannt auf den US-Arbeitsmarktbericht (Non-Farm Payrolls) am Freitag. Laut einer Reuters-Umfrage unter Ökonomen wird für April ein Stellenplus von 62.000 erwartet, nachdem im März ein Zuwachs von 178.000 verzeichnet worden war.
Auch die Kommunalwahlen in ganz Großbritannien stehen im Fokus. Es werden schlechte Ergebnisse für die regierende Labour-Partei erwartet. Sollte dies die Führung von Premierminister Keir Starmer infrage stellen, befürchten Investoren, dass der Gilt-Markt unter Druck geraten könnte.
'Gilts stehen aufgrund von Inflationsrisiken bereits unter Beobachtung. Zusätzliche politische Unsicherheit könnte (globale) Investoren weiter dazu veranlassen, sich anderweitig umzusehen', so die Analysten von ING.
Ein US-Handelsgericht entschied, dass Trumps jüngste temporäre weltweite Zölle von 10 % nach einem Handelsgesetz aus den 1970er Jahren ungerechtfertigt sind. Analysten rechnen jedoch mit einer schnellen Berufung und erwarten insgesamt nur geringe Auswirkungen auf die US-Abgaben.
Die Renditen von Staatsanleihen waren am Donnerstag im Gleichlauf mit den Rohölpreisen gestiegen, da sich die Händler Sorgen über die Inflation machten. Am Freitag bewegten sie sich kaum noch; die Rendite der richtungsweisenden 10-jährigen Anleihe lag bei 4,39 %.
Die Renditen 10-jähriger australischer Anleihen sprangen um sechs Basispunkte auf 4,99 %. Bitcoin steuerte mit 79.680 Dollar auf den sechsten Wochengewinn in Folge zu.


















