* Dem Bericht zufolge wird erwartet, dass sich das Wachstum allmählich auf 1,4% im Jahr 2026 und 2,3% im Jahr 2027 erholt. Gestützt werde dies durch die vorangegangene geldpolitische Lockerung, robuste Exporte und jüngste Reformen, einschließlich der Investitionsabschreibungen im Rahmen des 'Investment Boost'-Programms.
* Die OECD stellte fest, dass die kumulierten Zinssenkungen der Reserve Bank of New Zealand (RBNZ) um insgesamt 325 Basispunkte dazu beigetragen haben, die Binnennachfrage zu stützen. Die RBNZ sollte den 'anfänglichen Kraftstoffpreisschock ignorieren', während sie gleichzeitig sicherstellt, dass die Inflationserwartungen verankert bleiben.
* Der Bericht warnte davor, dass häufige Änderungen am Mandat und Aufgabenbereich der Geldpolitik seit 2019 die Vorhersehbarkeit zu schwächen drohten. Neuseeland sollte die 'starke operative Unabhängigkeit und Glaubwürdigkeit der RBNZ stärken', indem Mandat und Aufgabenbereich zwischen den fünfjährigen Prüfungszyklen stabil gehalten werden, während gleichzeitig eine hohe Rechenschaftspflicht und Transparenz der Entscheidungen des geldpolitischen Ausschusses gewährleistet sein muss.
* Die OECD betonte, dass Neuseeland weiterhin ein strukturelles Haushaltsdefizit aufweise und die 'fiskalische Konsolidierung kurz- bis mittelfristig fortsetzen' sollte. Jegliche Unterstützung im Zusammenhang mit dem Krieg zwischen den USA, Israel und dem Iran müsse temporär und zielgerichtet bleiben. Die Bruttostaatsverschuldung wird voraussichtlich von 59,4% des BIP im Jahr 2025 auf 63,1% im Jahr 2027 steigen, während das Haushaltsdefizit für 2026 auf 3,9% und für 2027 auf 3,6% des BIP prognostiziert wird.
* Die OECD warnte, dass die Alterung der Gesellschaft die Kosten für Gesundheit, Langzeitpflege und Renten bis 2060 um etwa 5% des BIP in die Höhe treiben werde, was die Verschuldung ohne Reformen auf einen nicht tragfähigen Pfad 'in Richtung 200% des BIP' führen würde. Sie forderte ein kombiniertes Paket aus öffentlicher und privater Altersvorsorge, einschließlich der Koppelung des Renteneintrittsalters an die Lebenserwartung unter Berücksichtigung beruflicher und ethnischer Unterschiede, Bedürftigkeitsprüfungen, Steuerreformen zur Förderung der privaten Rentenakkumulation sowie höherer Beiträge zum NZ Super Fund. (Berichterstattung durch Lucy Craymer; Redaktion durch Thomas Derpinghaus)





















