Das niederländische Telekommunikationsunternehmen Odido hat seine Pläne für einen Börsengang in Amsterdam auf Eis gelegt, nachdem die Reaktionen der Investoren verhalten ausfielen und Bedenken wegen der Volatilität an den weltweiten Aktienmärkten aufkamen, sagten zwei mit der Angelegenheit vertraute Personen. Der Mobilfunkanbieter, der sich im Besitz der Private-Equity-Gesellschaften Apax Partners und Warburg Pincus befindet, wollte ursprünglich bereits Ende Januar einen potenziellen Börsengang im Volumen von 1 Milliarde Euro (1,19 Milliarden US-Dollar) starten. Die Pläne seien nun jedoch ohne festen Zeitplan auf unbestimmte Zeit verschoben worden, so die Quellen, die anonym bleiben wollten, da die Informationen nicht öffentlich sind. Frühe Gespräche mit Investoren hätten eine gedämpfte Resonanz gezeigt. Investoren hätten auf den relativen Wert des Odido-Konkurrenten KPN am Amsterdamer Markt hingewiesen, hieß es weiter. Ein Ausverkauf von globalen Technologiewerten und die durch US-Präsident Donald Trumps Forderungen nach US-Kontrolle über Grönland ausgelöste Marktschwankungen gehörten laut einer dritten Person ebenfalls zu den Gründen für die Verschiebung des Börsengangs. Apax Partners, Warburg Pincus und Odido lehnten eine Stellungnahme ab. Odido, früher bekannt als T-Mobile Netherlands, ist mit etwa acht Millionen Kunden das größte Mobilfunkunternehmen des Landes. Apax und Warburg Pincus hatten das Unternehmen 2021 zu einer Unternehmensbewertung von 5,1 Milliarden Euro übernommen. Die Entscheidung von Odido unterstreicht eine generelle Sensibilität für die aktuellen Marktbedingungen. Auch das norwegische Softwareunternehmen Visma hat einen potenziellen Börsengang in London verschoben, nachdem Software-Aktien unter Druck geraten waren, sagten zwei mit der Angelegenheit vertraute Personen gegenüber Reuters. Visma lehnte eine Stellungnahme ab. (1 US-Dollar = 0,8406 Euro)