Die neue digitale Plattform der NYSE – für die sie behördliche Genehmigungen einholen wird – soll einen 24/7-Betrieb, sofortige Abwicklung, in US-Dollar betragsbasierte Orders sowie stablecoin-basierte Finanzierung ermöglichen, so die Börse.
Das Interesse der Anleger am durchgehenden Handel mit US-Aktien ist in den letzten Jahren stark gestiegen, was die Aufsichtsbehörden dazu veranlasst hat, neue Vorschriften einzuführen und Vorschläge großer Börsen zur Ausweitung der Handelszeiten über die normalen Marktöffnungszeiten hinaus zu genehmigen.
Der Schritt der Intercontinental Exchange unterstreicht zudem, wie traditionelle Marktbetreiber Blockchain-basierte Infrastrukturen testen, um langjährige Reibungen an den Aktienmärkten zu verringern.
"Tokenisierung ist keine Modeerscheinung. Es ist eine Technologie, die Probleme löst. Und sie eröffnet eine lange Liste von Möglichkeiten", sagte Campbell Harvey, Professor für Finanzwissenschaft an der Duke University.
"Tokenisierte Aktien sind wahrscheinlich das naheliegendste Anwendungsfeld", fügte er hinzu.
Die Nasdaq, Heimat einiger der größten Technologieunternehmen der Welt, strebt laut Reuters-Bericht vom Dezember letzten Jahres eine Genehmigung für einen 23-stündigen Handel an fünf Tagen pro Woche an.
Große Broker wie Robinhood und Charles Schwab sowie der Börsenbetreiber Cboe Global haben in den vergangenen Jahren ebenfalls die Handelszeiten für Aktien ausgeweitet.
Die Börse arbeitet mit Banken wie BNY und Citigroup zusammen, um tokenisierte Einlagen zu unterstützen.



















