Von Mike Dolan, Editor-at-Large, Finance and Markets
Angesichts der Veröffentlichung der Ergebnisse von Nvidia für das erste Quartal nach US-Börsenschluss am Mittwoch stellen sich Händler auf kräftige Kursbewegungen ein. Die Optionsmärkte preisen derzeit eine Schwankung von 6,5 % in die eine oder andere Richtung ein.
In Prozent ausgedrückt ist dies historisch gesehen kein Spitzenwert, doch entspricht dies einer Marktkapitalisierung von rund 350 Milliarden Dollar - mehr als der Gesamtwert von 90 % der im S&P 500 gelisteten Unternehmen.
Auf dieses Thema und weiteres werde ich im Folgenden näher eingehen.
Doch lesen Sie zunächst meine aktuelle Kolumne über den Zusammenhang zwischen dem KI-Boom und steigenden Anleiherenditen.
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NVIDIA-WACHE
Die massiven Investitionsausgaben im KI-Sektor, die sich bereits im Laufe der aktuellen Berichtssaison abgezeichnet haben, lassen kaum Raum für Pessimismus hinsichtlich der Nvidia-Zahlen. Wie üblich liegt die Messlatte für den KI-Giganten jedoch extrem hoch, um die bereits hochgeschraubten Erwartungen zu erfüllen, die die Aktie in diesem Jahr bereits um weitere 18 % beflügelt haben.
Für Chipwerte verlief jedoch nicht alles reibungslos: Die Aktien des südkoreanischen Herstellers Samsung gaben am Mittwoch um über 1 % nach, nachdem die Gewerkschaft angekündigt hatte, ab Donnerstag einen 18-tägigen Streik durchzuführen. Der breitere KOSPI-Index fiel um 1,7 %, während der japanische Nikkei ein Minus von 1,5 % verzeichnete.
Unterdessen gaben die Wall-Street-Indizes am Dienstag aufgrund erneuter Spannungen am Rentenmarkt wieder nach, als die Renditen 30-jähriger Staatsanleihen erneut nach oben schnellten und ihren höchsten Stand seit 2007 erreichten. Auch die 10-jährigen Renditen stiegen und markierten den bisherigen Höchststand in Donald Trumps zweiter Amtszeit.
Eine Auktion 20-jähriger Anleihen im späteren Tagesverlauf wird ebenso aufmerksam verfolgt wie die Veröffentlichung des Protokolls der Fed-Sitzung vom April. Die 'Minutes' könnten weiteren Aufschluss über die abweichenden Meinungen dreier Ratsmitglieder hinsichtlich einer offensichtlichen Lockerungstendenz ('easing bias') im letzten Fed-Statement geben.
Die Fed-Futures preisen eine Zinserhöhung in diesem Jahr mit einer Wahrscheinlichkeit von fast 80 % ein, da das Patt im Iran-Krieg anhält und die weiterhin hohen Ölpreise die Inflation anheizen. Da der von Trump nominierte Kevin Warsh in Kürze die Leitung der Fed übernehmen soll, hat der Präsident seine Forderung nach sofortigen Zinssenkungen abgeschwächt und gegenüber dem 'Washington Examiner' erklärt, er werde Warsh 'machen lassen, was er will'.
Rohöl der Sorte Brent wird weiterhin deutlich über 100 Dollar pro Barrel gehandelt, sank jedoch am Mittwochmorgen wieder unter 110 Dollar, nachdem Präsident Trump erneut die Aussichten auf ein Ende des Iran-Konflikts hervorgehoben hatte. Er flankierte dies jedoch mit weiteren Drohungen militärischer Maßnahmen, sollte kein Friedensabkommen zustande kommen.
An anderer geopolitischer Front begannen in Peking Gespräche zwischen dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping und dem russischen Präsidenten Wladimir Putin, wobei eine mögliche Koordinierung im Energiebereich im Mittelpunkt steht.
Chart des Tages
Die Zustimmungswerte für Präsident Trump fielen laut einer neuen Reuters/Ipsos-Umfrage auf den fast niedrigsten Stand seit seiner Rückkehr ins Weiße Haus, belastet durch schwindende Unterstützung unter den Republikanern.
Nur 47 % der Republikaner bewerten Trumps Politik bezüglich der Lebenshaltungskosten positiv, während 46 % seine Arbeit als schlecht bezeichnen. Insgesamt heißt nur jeder fünfte Amerikaner seinen Umgang mit der Inflation gut.
Wichtige Termine heute
o US-Unternehmensergebnisse: Nvidia, Target
o Auktion 20-jähriger US-Anleihen (13:00 Uhr EDT)
o Fed veröffentlicht Protokoll der April-Sitzung
o Rede von Fed-Gouverneur Michael Barr
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Die geäußerten Meinungen sind die des Autors. Sie spiegeln nicht die Ansichten von Reuters News wider, das gemäß den 'Trust Principles' zu Integrität, Unabhängigkeit und Objektivität verpflichtet ist.


















