Nur eine Handvoll Automobilhersteller wird in den kommenden Jahren ehrgeizige Investitionen in Künstliche Intelligenz (KI) aufrechterhalten können, wie eine am Montag veröffentlichte Studie zeigt. Dies wirft Zweifel daran auf, ob die derzeitige ,,Euphorie" der Branche langfristige Vorteile bringen wird.
Bis 2029 werden laut dem Technologieanalyseunternehmen Gartner nur noch 5 % der Automobilhersteller ein starkes Wachstum ihrer KI-Investitionen beibehalten, während es heute noch über 95 % sind. Dies geht aus dem aktuellen Bericht zu den Prognosen für die Branche bis 2026 hervor.
Die Untersuchung ergab, dass nur Automobilhersteller mit einer soliden Software-Basis, technikaffiner Führung und einem ,,konsequent sehr langfristigen Fokus auf KI" voraussichtlich die Spitze anführen werden. Damit könnte sich die wettbewerbsbedingte Kluft im Bereich KI weiter vertiefen.
Volkswagen und andere traditionelle Hersteller, die bislang vor allem für ihre Ingenieurskunst und weniger für Software-Kompetenz bekannt sind, kämpfen darum, mit neuen, technologiegetriebenen Wettbewerbern wie Tesla und BYD Schritt zu halten.
Viele etablierte Automobilhersteller bemühen sich zwar, doch interne Hürden und überholte Denkweisen bremsen sie aus, erklärte Gartner-Analyst Pedro Pacheco gegenüber Reuters.
Erfolg erfordere, dass Unternehmen zu ,,digital-first"-Organisationen werden, interne Barrieren abbauen und Technologie auf höchster Ebene priorisieren - einschließlich direkter Berichtslinien von Software-Verantwortlichen an die Vorstandsvorsitzenden, so Pacheco weiter.
,,Ein Unternehmen, das nicht herausragend in Software ist, wird zwangsläufig Schwierigkeiten bekommen", fügte er hinzu.



















