Norsk Hydro hat beschlossen, die Extrusionsaktivitäten in Europa zu konsolidieren und plant die Schließung von fünf seiner europäischen Werke. Diese Maßnahme dient der Optimierung des Extrusionsnetzwerks in Europa und soll die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens stärken. Betroffen sind die Produktionsstandorte von Hydro Extrusions in Cheltenham und Bedwas im Vereinigten Königreich, Lüdenscheid in Deutschland, Feltre in Italien sowie Drunen in den Niederlanden.

Ein formelles Konsultationsverfahren mit den Arbeitnehmervertretern an den betroffenen Standorten wird umgehend eingeleitet. Sollte die Schließung bestätigt werden, ist vorgesehen, die Werke im Laufe des Jahres 2026 stillzulegen.

Die Entscheidung zur Optimierung des europäischen Extrusionsnetzwerks basiert auf einer detaillierten Überprüfung und Analyse der Unternehmensleistung sowie der Marktsituation. Ziel ist es, die langfristige Wettbewerbsfähigkeit des Geschäftsbereichs Hydro Extrusions in Europa zu stärken. Von der geplanten Schließung sind insgesamt 730 Beschäftigte an den fünf Standorten betroffen.

Die Werke verfügen zusammen über acht Strangpressen, verschiedene Weiterverarbeitungsprozesse und drei Recycling-Einheiten. Die Hydro Pole Products, die derzeit mit dem Werk in Drunen konsolidiert sind, werden von der Umstrukturierung nicht betroffen sein. Nach den geplanten Veränderungen wird Hydro im Geschäftsbereich Extrusion Europe noch über 28 Extrusionswerke und fünf Recyclinganlagen mit insgesamt 7.000 Mitarbeitern verfügen.

Die Gesamtkosten der Umstrukturierung werden auf 1,9 Milliarden NOK geschätzt. Davon entfallen 460 Millionen NOK auf Wertminderungen und 1,25 Milliarden NOK auf Rückstellungen, die voraussichtlich im vierten Quartal 2025 verbucht werden. Die Kosten werden das bereinigte EBITDA im vierten Quartal 2025 mit etwa 50 bis 100 Millionen NOK belasten. Die erwarteten jährlichen Effizienzsteigerungen durch die Umstrukturierung belaufen sich auf mehr als 0,5 Milliarden NOK.