Dies folgt auf die Veröffentlichung der Verbraucherpreisinflationsdaten Indiens am Donnerstag nach einer neuen Berechnungsreihe, bei der die Gewichtung wichtiger Güter wie Nahrungsmittel und Wohnen verändert wurde. Zudem wurden erstmals mehrere Online-Dienstleistungen aufgenommen, um den veränderten Konsumgewohnheiten Rechnung zu tragen.
Nomura hat seine Inflationsprognose für das kommende Haushaltsjahr, das im April beginnt, auf 4,1% angehoben. Zuvor lag die Prognose nach der alten Berechnungsreihe bei 3,9%.
In der vergangenen Woche hatte Nomura noch eine Wahrscheinlichkeit von 65% für eine Zinssenkung der Reserve Bank of India um 25 Basispunkte auf 5% eingeräumt.
Nun schließt sich Nomura Analysten wie Capital Economics und ANZ an und erwartet ebenfalls keine Zinssenkung im April mehr.
Nomura erklärte, dass die „verdeckte Lockerung“ in Richtung eines Zinssatzes von 5% im Grunde bereits stattgefunden habe, was das Argument für eine Pause der RBI stärkt.
Die Reserve Bank of India steuert den gewichteten durchschnittlichen Call-Markt-Zinssatz in der Nähe des Repo-Satzes. In den vergangenen Tagen lag der Call-Zinssatz bei etwa 5%, also am unteren Ende des geldpolitischen Korridors, was den Bedarf an weiteren Zinssenkungen verringert, so das Brokerhaus.
Nomura erwartet einen Anstieg der Inflationsprognose für den Zeitraum Januar bis Juni um 10 Basispunkte nach der neuen Berechnungsreihe; in der zweiten Jahreshälfte könnte der Anstieg 20 bis 50 Basispunkte betragen.
Das Brokerhaus weist darauf hin, dass die einjährige Inflationserwartung voraussichtlich wieder unter 4% sinken wird, was den Bedarf für eine Zinserhöhung begrenzt.
Die Reserve Bank of India strebt eine Inflation im Bereich von 2% bis 6% an.



















