Der Stellenabbau wird sich auf Verwaltungs- und Lagerpositionen konzentrieren, so ein Sprecher von Nissan Europe. Die aktuelle Mitarbeiterzahl in Europa beläuft sich auf rund 9.300.
Der umfassende Sanierungsplan des Unternehmens, der im vergangenen Jahr unter Chief Executive Ivan Espinosa eingeleitet wurde, zielt darauf ab, nach hohen Verlusten die Rentabilität wiederherzustellen, die globale Produktionskapazität zu verringern und die Gesamtbelegschaft um 15% zu kürzen.
'Wir haben entscheidende Maßnahmen ergriffen, um die Performance zu steigern und ein schlankeres, widerstandsfähigeres Unternehmen zu schaffen, das sich schnell an Marktveränderungen anpasst', erklärte Nissan in einer Stellungnahme.
Zusätzlich zu den Entlassungen prüft der viertgrößte japanische Autobauer laut dem Sprecher von Nissan Europe weitere Schritte in Europa, darunter die Umstellung auf ein Vertriebsmodell über Importpartner in den nordischen Märkten.
'Die Vorschläge im Rahmen des Konsultationsprozesses umfassen einen europaweiten Stellenabbau von 900 Arbeitsplätzen, die Teil-Schließung unseres Lagers in Barcelona sowie eine Änderung des Vertriebsmodells in den nordischen Ländern', so der Sprecher.
'Zudem konsolidieren wir die Produktion im Werk Sunderland von zwei Linien auf eine, da wir nach Möglichkeiten suchen, die Auslastung unserer Werke gemeinsam mit unseren Partnern zu maximieren.'
Ein Sprecher von Nissan Spanien gab an, dass in Spanien etwa 500 Personen in den vom Stellenabbau betroffenen Bereichen tätig sind. Die endgültige Zahl werde jedoch in den kommenden Wochen mit den Gewerkschaften ausgehandelt und dürfte voraussichtlich niedriger ausfallen.
'Dies ist eine erneute Enttäuschung durch Nissan, wobei die einzige Lösung zur Anpassung an die Situation wieder einmal in der Entlassung von Arbeitnehmern gesucht wird', sagte Miguel Ruiz, Vorsitzender der spanischen Nissan-Gewerkschaft USOC. Es sei noch zu früh, um die endgültigen Zahlen des Stellenabbaus zu beziffern.
Im Jahr 2020 hatte Nissan seine Hauptwerke in Barcelona geschlossen, wovon rund 3.000 Arbeitsplätze betroffen waren.
Ein Sprecher von Nissan Manufacturing UK bestätigte, dass der Fokus auf Verwaltungsstellen liegt und im Werk Sunderland keine Arbeitsplätze in der Produktion wegfallen werden.
Die Financial Times hatte zuerst über die Pläne zum Stellenabbau berichtet.
Es wird erwartet, dass Nissan bei der Vorlage der Jahresergebnisse im Laufe dieses Monats über die Fortschritte seines Restrukturierungsplans informiert. Weitere Details zur strategischen Ausrichtung sollen im späteren Jahresverlauf bekannt gegeben werden.



















